Im Text geht es darum, dass wir alle in festen Bahnen laufen – Alltag, Geld verdienen, funktionieren. Ein bittersüßes Leben eben, aus dem man kaum ausbrechen kann.
Der Rechtsstreit um "Bitter Sweet Symphony"
1997 wird dieser Song weltweit ein Hit. Aber kaum ist der Jubel da, kommt auch schon der Ärger. Denn für die berühmte Streicher-Melodie hatten sich The Verve ein Sample aus einer Orchesterfassung von "The Last Time" der Rolling Stones geliehen.
Eigentlich alles OK. The Verve haben sogar vorher bei den Rolling Stones nachgefragt. Die sagten: "Alles klar, kein Problem." Dumm nur: Die Rechte an der Orchesteraufnahme liegen gar nicht bei den Stones, sondern bei einem anderen Verlag. Die Rechte besitzen ABKCO Records, geführt von Ex-Stones-Manager Allen Klein. Der ist nicht so locker drauf.
The Verve bleiben ein One-Hit-Wonder
ABKCO klagt. Unter anderem auch, weil The Verve das Sample wohl länger nutzten als erlaubt. Das Ergebnis: Alle Einnahmen weg, alle Rechte weg. Offiziell stehen plötzlich Mick Jagger und Keith Richards als Songschreiber im Booklet.
Man könnte sagen: The Verve haben die Symphonie geschrieben – aber die Stones haben sie bitter-süß einkassiert. Erst 2019, über 20 Jahre später, geben Jagger und Richards die Rechte zurück als nette Geste. Vielleicht aber auch, weil den Stones das bisschen Geld egal ist.
International bleiben The Verve damit ein One-Hit-Wonder. In Großbritannien aber landen sie noch mehrere Hits, bis zur Trennung. Frontmann Richard Ashcroft ist heute solo unterwegs. Schlagzeuger Peter Salisbury verkauft inzwischen Schlagzeuge in einem eigenen Laden bei Manchester.