Takt & Therapie – Krankheiten der großen Komponisten

Ludwig van Beethoven – der süße Wein wird zum Verhängnis

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Von Autor/in Ines Pasz

Beethoven war taub, das weiß fast jeder. Aber das war noch nicht alles: Bleivergiftung, Leberzirrhose, Hepatitis B. Beethovens Alltag war zuletzt geprägt von echten Qualen. Sein Gehör hat er relativ früh verloren, mit Anfang 30. Was war der Grund für seine Ertaubung? Heute meint man es zu wissen, damals war die Medizin ratlos. In Takt & Therapie untersuchen SWR Musikredakteurin Ines Pasz und der Arzt und Musiker Michael Jelden wie und ob man Beethoven heute helfen könnte, welche Möglichkeiten die moderne Medizin hätte. Beethoven war Alkoholiker, das ist erwiesen. Da war er auch erblich vorbelastet. Aber nicht nur da. Eine spannende medizinisch-musikalische Spurensuche im Einst und Jetzt.

Musikliste:
Ludwig van Beethoven:
Streichquartett F-Dur op.135 (1.Satz)/ Cuarteto Casals
Streichquartett B-Dur op.130 (Cavatina) /Chiaroscuro Quartett
Klaviersonate d-Moll, op. 31 Nr. 2 Sturmsonate (3.Satz)( Herbert Schuch

Schlaganfall, Bleivergiftung und Co. Takt & Therapie: Die Krankheiten der Star-Komponisten

Was steckt hinter Beethovens Taubheit? Woran starb Mendelssohn so jung? „Takt & Therapie“ sucht die medizinischen Antworten in der Musikgeschichte.

Takt & Therapie – Krankheiten der großen Komponisten Die Mendelssohns – Eine Familie voller Schlaganfälle

Ein zerebrales Aneurysma mit wahrscheinlich einer Subarachnoidalblutung. Das kostet Felix Mendelssohn mit 38 Jahren das Leben. Sein Schicksal ist aber schon früher besiegelt. Er ist erblich stark vorbelastet, denn die Familie Mendelssohn verfolgt ein Schlaganfall- Mysterium. Mit 31 Jahren gibt es bei Felix Mendelssohn beim Baden im Rhein einen Vorfall, danach ist er geschwächt und hat immer wieder gesundheitliche Probleme. Wahrscheinlich litt er unter Bluthochdruck und einer Herzschwäche, heute wäre das gut einstellbar. Das ist das Fazit in Takt & Therapie mit SWR Musikredakteurin Ines Pasz und dem Arzt und Musiker Michael Jelden. Aber wie ist der junge Komponist damals damit umgegangen? Welche Behandlung gab es damals überhaupt, wie hat die Krankheit und das Wissen darum Mendelssohn beeinflusst? Fragen, die uns den Menschen und Künstler näherbringen.
Musikliste Felix Mendelssohn:
Klaviersonate b-Moll/ Sontraud Speidel
Streichquartett Nr. 2 a-Moll, op. 13, 2. Satz (Goldmund Quartett)
Lied ohne Worte für Klavier fis-Moll, op. 67 Nr. 2 (Leif Ove Ansdnes)

Abendkonzert SWR Kultur

Takt & Therapie – Krankheiten der großen Komponisten Niccolo Paganini – Krankheit als Karrierestütze und Todesurteil

Tuberkulose, Quecksilbervergiftung, Bleivergiftung, Hypermobiles Ehlers-Danlos-Syndrom, sehr wahrscheinlich Syphilis. Niccolo Paganinis Gesundheit ist ab seinem 30. Lebensjahr ein einziges Destaster. Der einzige Vorteil: das hypermobile Ehlers-Danlos-Syndrom, eine krankhafte Überdehnung der Gelenke ermöglicht ihm seine atemberaubende Virtuosität auf der Geige. Ansonsten ist alles Qual. Er verliert zunehmend seine Stimme, ist permanent erschöpft, ausgezehrt und hinfällig. Trotzdem ist er als „Teufelsgeiger“ permanent unterwegs, in halb Europa. Wie er das durchgestanden hat, wie man ihn heute heilen könnte, wie hilflos die Medizin damals war, das untersuchen SWR Redakteurin Ines Pasz und der Arzt und Musiker Dr. Michael Jelden in Takt & Therapie.
Musikliste: Niccolo Paganini
Caprice Nr.6 g-Moll/ Niklas Liepe
Violinkonzert Nr.2 h-Moll op.7 „La Campanella“, 2. und 3. Satz” / Michael Jelden
(Violine), Vogtland Philharmonie
Sonata concertata A-Dur, 2. Satz/ Augustin Hadelich (Violine), Pablo Sainz Villegas (Gitarre)
Cantabile D-Dur op.17 Jan Vogler( Violoncello), Ismo Eskelinen (Gitarre)

Abendkonzert SWR Kultur

Takt & Therapie – Krankheiten der großen Komponisten Maurice Ravel – Demenz bei vollem Bewusstsein

Maurice Ravel ist lange Zeit gesund, dann, mit Ende 50 trifft es ihn mit aller Wucht: Primär progressive Aphasie, eine Variante der Frontotemporalen Demenz, damals komplett unbekannt. Bald schon kann er nicht mehr sprechen, nicht mehr schreiben, sich kaum noch bewegen. Die Versuche der Ärzte sind hilflos, zuletzt öffnet man seinen Schädel, da man einen Hirntumor vermutet, doch den Eingriff überlebt Ravel nur um wenige Tage. Das Grausame: Ravel kann den Verlauf seiner Erkrankung bewusst mitverfolgen, bleibt bis zuletzt kognitiv klar. Takt & Therapie mit SWR Musikredakteurin Ines Pasz und dem Arzt und Musiker Dr. Michael Jelden untersucht, wie Ravel damit umgeht, wie genau sich diese Krankheit bei ihm äußert, welche medizinischen Möglichkeiten es damals gegeben hätte und ob man ihn heute heilen könnte.
Musikliste Maurice Ravel:
Sérénade grotesque/ Bertrand Chamayou (Klavier)
Violinsonate G-Dur, Blues/ Alina Ibragimova (Violine), Cédric Tiberghien (Klavier)
Oiseaux tristes aus Miroirs / Vincent Larderet (Klavier)
Nahandove aus Chansons madécasses/ Magdalena Kozená (Mezzosopran) & Ensemble

Abendkonzert SWR Kultur

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Autor/in
Ines Pasz