Samu Haber feiert seinen 50. mit einem Konzert in Berlin
SWR1: Wie feierst du deinen 50. Geburtstag?
Samu Haber: Der 50. Geburtstag ist ein großer Tag. Und ich habe auch darüber nachgedacht, den groß zu feiern, aber ich hatte eine große Feier zu meinem 40. Geburtstag, so eine 70er-Kostüm Party.
Und dann habe ich gedacht: Nein, es ist die Osterwoche, ein Konzert wäre cool und die Max-Schmeling-Halle in Berlin ist frei. Es wird wunderbar werden mit 10.000 Leuten und es gibt 50 Songs, 50 Champagnerflaschen und 50 Stück von allem. Ja, es wird keine normale Nacht.
Es wird keine normale Nacht!
Warum 50 werden für Samu Haber kein Problem ist
SWR1: Ist es für dich problematisch 50 zu werden?
Samu Haber: Ich glaube nicht, dass es anders wird als 49 zu werden. In manchen Onlineshops muss man das Alter angeben und da steht dann halt 50 – das ist der Unterschied. Aber ich fühle mich gut damit.
Ich hatte jetzt sechs Monate Pause und habe viel Zeit für mich gehabt und auch Zeit, um über das Leben nachzudenken. Natürlich hab ich gedacht: Verdammt, 50! Wenn du 20 bist, denkst du: 50? Da ist ja man ja schon fast tot.
Wenn du 20 bist, denkst du: 50? Da ist ja man ja schon fast tot!
Aber ich bin sehr glücklich mit meinem Leben und allem, was ich schon erleben durfte. Wir wissen alle nicht, wie viel Zeit uns im Leben bleibt, aber ich hoffe, dass ich so noch eine Weile weiterleben und es genießen kann, aber es geht mir wirklich gut.
Was sich seit dem großen Erfolg mit Sunrise Avenue verändert hat
SWR1: Vor 20 Jahren hattest du mit "Fairytale Gone Bad" deinen ersten großen Hit und deinen Durchbruch. Was hat sich seither verändert?
Samu Haber: Es hat sich vieles verändert – natürlich, meine Träume sind wahr geworden. Ich habe quasi die ganze Welt gesehen, auch wenn wir als Band nur in Europa und Japan unterwegs gewesen sind. Aber ich kann dir versprechen, es waren keine langweiligen 20 Jahre – manchmal wars vielleicht sogar etwas zu viel.
Im letzten Jahr hatte ich zum Beispiel auch 111 Reisetage – in den fünf Sommermonaten. Ich hoffe, ich habe es geschafft, das Kind in mir etwas zu bewahren und auch ein bisschen erwachsen zu werden, also mich um mich selbst zu kümmern, um andere, und die Welt, und einfach zu wissen, was ich im Leben möchte. Aber so läuft das, glaube ich, wenn man Erwachsen wird.