Außergewöhnlicher Improvisationsstil
Daniel Erdmann ist SWR Jazzpreisträger 2020. Im Laufe seines Musikerlebens hat er bereits viele Ensemble-Formationen ausprobiert. Der Improvisationsstil Daniel Erdmanns, geboren 1973 in Wolfsburg, ist außergewöhnlich – er hat den europäischen Jazz in den letzten Jahren weiterentwickelt. Erdmann studierte zunächst an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Gebhard Ullmann und anderen.
Originell besetzte Bands und Projekte wie „Erdmann 3000“, „Günter Adler“ oder „Das Kapital“ und Zusammenarbeiten mit Vincent Courtois, Samuel Rohrer, Aki Takase und Heinz Sauer wurden international beachtet und profitierten vom eigenwilligen Sound Erdmanns.
Aus der Begründung der Jury:
„Charakteristisch ist die Fülle und robuste Wärme seines Sounds, herausragend die Dringlichkeit seines Spiels. Dabei zeigt sich Daniel Erdmann als ein stilistisch ungewöhnlich offener und persönlicher Improvisator, der […] zu Klängen von großer Expression gefunden hat.“
„Es kennzeichnet sein Spiel, dass er die Dimension seiner Musik bis ins Politische weitet, ohne plakativ zu wirken“, begründete die Jury ihre Wahl.