FCK-Podcast

Jacob Rasmussen über den FCK: "Das ist eher eine Identität und nicht nur ein Hobby!"

Der dänische Innenverteidiger spricht im SWR-Sport-Podcast über seinen schwierigen Start, die Wucht der 2. Bundesliga und darüber, warum sich Kaiserslautern für ihn schon nach kurzer Zeit besonders anfühlt.

Teilen

Stand

Von Autor/in Sebastian Zobel, Stefan Kersthold

Jacob Rasmussen ist noch nicht lange in Kaiserslautern, aber der neue FCK-Verteidiger hat schon ein ziemlich klares Bild vom Verein und seinem Umfeld. Im SWR Sport Podcast "Nur der FCK" beschreibt der Däne, was ihn am Klub besonders reizt – und findet dafür Worte, die auf dem Betzenberg gut ankommen dürften: "Das kommt [einem] so vor wie eine Familie". Und er legt direkt nach: "Das ist eher eine Identität und nicht nur ein Hobby."

Dass ihn genau diese Emotionalität gereizt hat, macht Rasmussen ebenfalls deutlich. Die Gespräche mit Sportdirektor Marcel Klos - den er bereits aus der gemeinsamen Zeit bei Vitesse Arnheim kennt - hätten ihm ein gutes Gefühl gegeben. Dazu komme für ihn die Perspektive eines Klubs mit Ambitionen. Rasmussen sagt offen: "Ich glaube, alle die beim FCK spielen, wollen auch in die Bundesliga."

Robuster Zweikämpfer - FCK-Innenverteidiger Jacob Rasmussen im Duell mit dem Fürther Sayfallah Ltaief.
Robuster Zweikämpfer - FCK-Innenverteidiger Jacob Rasmussen im Duell mit dem Fürther Sayfallah Ltaief. Imago/Zink

Schwerer Start beim FCK für Jacob Rasmussen

Sportlich verlief der Start in Kaiserslautern für den 28-Jährigen allerdings nicht wie erhofft. Vier der letzten sechs Spiele haben die Roten Teufel verloren, darunter auch das Auswärtsspiel am vergangenen Wochenende in Bochum. Vor allem bei seinem Startelfdebüt in Darmstadt machte der Däne eine unglückliche Figur. Nachdem er sich bei Auswärtssieg in Münster eine leichte Gehirnerschütterung zuzog, musste er die vergangenen beiden Ligaspiele pausieren. Doch inzwischen ist er wieder voll im Training. Gerade bei einer solchen Verletzung sei Vorsicht wichtig gewesen. "Mit dem Kopf ist es immer so ein bisschen schwierig", sagt er rückblickend, inzwischen gehe es ihm aber wieder gut.

Jacob Rasmussen erklärt, was die 2. Bundesliga so schwer macht

Im Gespräch wird schnell klar, wie Rasmussen Fußball sieht: sachlich, reflektiert. Die 2. Bundesliga erlebt er als Liga, die kaum Luft zum Durchatmen lässt. Sie sei "sehr intensiv". Und er ergänzt: "Da gibt es nur ein Gas und das ist Vollgas." Für Rasmussen ist genau das einer der größten Unterschiede zu anderen Stationen seiner Karriere.

2016 in der U19 des FC Schalke 04 - FCK-Innenverteidiger Jacob Rasmussen.
2016 in der U19 des FC Schalke 04 - FCK-Innenverteidiger Jacob Rasmussen. Imago/ osnapix

Weltenbummler Jacob Rasmussen: Stationen in sechs Ländern

Rasmussens Laufbahn führte ihn schon früh ins Ausland. Mit 17 verließ er Dänemark, um in Deutschland den nächsten Schritt zu gehen. Was ihm dabei zugute kommt: Schon in der Schulzeit lernte er Deutsch und spricht es inzwischen nahezu perfekt. Rückblickend beschreibt er den Schritt über die Grenze sehr nüchtern und entschlossen. Er habe damals gedacht: "Ich erhöhe meine Möglichkeiten oder Chancen, Profi zu werden, wenn ich jetzt den Schritt mache."

Dieses Denken zieht sich bis heute durch seine Karriere. Vieles sei im Fußball nicht planbar, entscheidend sei für ihn immer gewesen, zu spielen und sich weiterzuentwickeln. Um mehr Spielzeit zu bekommen, wechselt Rasmussen beinahe jährlich den Verein. Schalke, St. Pauli, Rosenborg, Empoli, Florenz, Aue, Arnheim, Rotterdam, Kopenhagen, Salzburg und jetzt Kaiserslautern stehen in seiner Vita.

Prägend war für ihn dabei auch seine Zeit in der Jugend auf Schalke unter Norbert Elgert. Über den langjährigen Nachwuchstrainer der Schalker kann Rasmussen nur Gutes erzählen: "Er sieht dich auch als Mensch."

Rasmussen schätzt die Ruhe in Kaiserslautern

Abseits des Platzes schätzt Jacob Rasmussen an Kaiserslautern vor allem etwas, das bei seinen anderen Stationen etwa in Florenz oder Salzburg nicht selbstverständlich war: Ruhe. Er habe eine schöne Wohnung gefunden und fühle sich wohl, sagt er. Gleichzeitig beschreibt er sehr klar, wie er seinen Beruf versteht. Fußball sei "quasi eine 24/7-Arbeit", und sein Anspruch an sich selbst sei hoch. Am Ende seiner Karriere wolle er sagen können: "Ich habe alles gegeben."

Derby gegen den KSC: "Das knallt immer!"

Das nächste Mal alles raushauen will der Däne am kommenden Sonntag. Dann steht das Derby gegen den KSC an. "Derbys sind immer etwas Besonderes. Die Spiele haben so eine gewisse Intensität, wo du eine Schippe drauflegst. Das ist halt immer so, das knallt immer! Das finde ich geil!" Auch, wenn die Spieler wüssten, wie wichtig solche Spiele sind, sei klar: "Wir kriegen nicht neun Punkte oder zwölf Punkte. Wenn wir so ein Spiel gewinnen, kriegst du immer noch drei."

Im der neuen Folge des Podcasts "Nur der FCK" spricht Jacob Rasmussen noch ausführlicher von seinem Weg durch mehrere Ligen und Länder, von der besonderen Wucht des Betzenbergs und davon, wie er seine Rolle beim FCK sieht. Wer den Dänen als Typen besser kennenlernen will, kann sich die Folge überall da anhören, wo es Podcasts gibt - auch direkt über diesen Link: