Achtelfinale der Europa League

VfB Stuttgart heiß auf den FC Porto - und mit Respekt

In der Runde der letzten 16 in der Europa League empfängt der VfB Stuttgart das portugiesische Topteam FC Porto. Eine echte Hausnummer - doch die Schwaben rechnen sich gute Chancen aus.

Teilen

Stand

Für den VfB Stuttgart ist es das größte Europapokal-Spiel seit 13 Jahren, für den portugiesischen Stürmer Tiago Tomás eine ganz besondere Konstellation. Das Achtelfinale in der Europa League gegen den FC Porto bietet für Tomás eine Begegnung mit einem langjährigen Rivalen, aber vor allem für den DFB-Pokalsieger eine reizvolle Prüfung gegen einen Kontrahenten mit klangvollem Namen.

Vor den beiden Porto-Auftritten stellt sich die Frage, wie stark die Truppe von Trainer Sebastian Hoeneß in dieser Saison tatsächlich ist. "Porto ist nicht zu unrecht Tabellenführer in der portugiesischen Liga, von daher wird es eine Herausforderung", sagte VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle vor dem Hinspiel am Donnerstag (18:45 Uhr/live im Audiostream auf swr.de/sport).

Hoeneß erwartet eine "richtig große Aufgabe auf allerhöchstem Level", wie er auf der Pressekonferenz betonte. "Das ist in einem Achtelfinale schon ein außergewöhnlich starker Gegner. Es ist eine Mannschaft, die für mich auch im Achtelfinale der Champions League stehen könnte. Da ist Hochleistung gefordert", sagte der 43-Jährige.

Die Erwartungen sind drei Jahre nach dem erst in der Relegation vermiedenen Abstieg gestiegen. "Es gibt keinen Gegner, vor dem ich Angst habe in der Europa League", sagte Torjäger Ermedin Demirovic bei "Sky". "Es sind alles Gegner, die gut sind, vor denen man Respekt hat. Wir brauchen uns aber nicht zu verstecken, vor allem in der Verfassung, in der wir gerade sind."

Die Ergebnisse des VfB Stuttgart schwanken

Doch der VfB ist auch angreifbar. Einerseits fehlt nur noch ein Sieg zum nächsten DFB-Pokal-Finale, als Tabellenvierter der Fußball-Bundesliga ist die Qualifikation für die Champions League greifbar, das erste Achtelfinale im Europapokal seit 2013 steht an, und der VfB gewinnt bei Bayer Leverkusen und gegen Eintracht Frankfurt. Andererseits patzt er in Duellen mit Abstiegskandidaten wie St. Pauli (1:2), Heidenheim (3:3) und Mainz (2:2).

Und auf der einen Seite haben die Schwaben die Qualität, in den letzten Minuten Spiele zu drehen und zu entscheiden oder zumindest zu punkten. Auf der anderen Seite müssen sie eben oft bis zuletzt zittern.

Stuttgart; Porto

Europa League Europa-League-Achtelfinale gegen den VfB Stuttgart: Wer ist eigentlich der FC Porto?

Noch nie hat der VfB gegen den portugiesischen Topclub gespielt. Jetzt kommt der FC Porto mit breiter Brust nach Stuttgart. Was zeichnet die Portugiesen aus?

Ist der VfB Porto gewachsen?

Die Clubgeschichte des 30-fachen portugiesischen Meisters ist ruhmreich. 1987 triumphierte Porto im damaligen Europapokal der Landesmeister, 2004 mit Startrainer José Mourinho in der Champions League, 2003 ebenfalls mit Mourinho im UEFA Cup. 2011 feierte Porto den Europa-League-Titel.

Entscheidende Wochen für die ambitionierten Ziele

Es beginne nun immer mehr die "Crunchtime", sagte Hoeneß. Dazu passend rahmen die Europa-League-Duelle den Liga-Auftritt am Sonntagabend gegen den direkten Champions-League-Konkurrenten RB Leipzig ein. "Jetzt geht es wirklich in die entscheidenden Wochen und Monate. Jeder muss einfach das Ziel haben, bei den wichtigen Spielen, bei den besonderen Spielen, die jetzt kommen, eine wichtige Rolle zu spielen", forderte der Coach.

Stuttgart

Vor Europa-League-Duell gegen Porto Meisterkapitän Fernando Meira erwartet "sehr schwere Aufgabe" für den VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart will ins Viertelfinale der Europa League einziehen. Fernando Meira spricht im Interview mit SWR Sport über die Chancen der Schwaben und die Stärken der Gäste aus Portugal.

Besonders motiviert dürfte Tomás sein. Schon in der Jugend wechselte er zu Sporting Lissabon, einer der drei großen portugiesischen Fußball-Kräfte neben Benfica und eben Porto. Beim VfB steht der 23-Jährige angesichts des Konkurrenzkampfs mit Deniz Undav und Co. ein wenig hinten an.

Die Verantwortlichen aber sind zufrieden mit seiner Entwicklung. "Er ist eine Bereicherung für unseren Kader", sagte Wehrle. Das möchte der portugiesische Stürmer am Donnerstag beweisen.

Erstmals publiziert am
Stand
Redakteur/in
Johann Schicklinski

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!