Die Ankündigung des Bundesverkehrsministers, den Führerschein 2026 billiger zu machen, war fast schon eine Frechheit.
Jochen Klima sieht in der Kommunikation des Bundesverkehrsministers einen Hauptgrund für die sinkenden Anmeldezahlen in den Fahrschulen. Wegen Schnieders vager Ankündigung, den Führerschein günstiger zu machen, würden viele junge Menschen ihre Ausbildung aufschieben. Hinzu komme die schlechte Wirtschaftslage, in der Menschen zögern, in einen Führerschein zu investieren.
Zu den Kosten hat der Gesetzgeber beigetragen, indem er die Anforderungen immer mehr hochgeschraubt hat.
Ein wesentlicher Grund für die gestiegenen Kosten und die hohe Anzahl an benötigten Fahrstunden liegt laut Klima in den verschärften Prüfungsbedingungen. Fahrschüler müssen heute nicht nur mehr Grundfahraufgaben wie Wenden oder Einparken beherrschen, sondern auch den Umgang mit Assistenzsystemen, und zwar sowohl mit als auch ohne deren Unterstützung. Das und massiv gestiegene Lohn- und Werkstattkosten würden die Preise für die Ausbildung zwangsläufig nach oben treiben.
Hohe Kosten und Durchfallquote Wenn der Führerschein immer teurer wird: Warum das auch an den immer schlechteren Fahrschülern liegt
Der Führerschein wird immer teurer. Die Politik will mit einer Kostenbremse gegensteuern - doch in der Praxis gibt es einige Kritik daran.
Die Bestehensquote einer Fahrschule hängt sehr stark davon ab, wo sie sich befindet und welches Klientel sie hat.
Zwar unterstützt der Fahrlehrerverband die Forderung nach mehr Preistransparenz– den zweiten Vorschlag, dass die Fahrschulen angeben müssen, wie viele ihrer Fahrschüler bestehen oder durchfallen, lehnt er entschieden ab. Diese Zahlen lassen nach Ansicht von Klima allein keine Aussage über die Qualität einer Fahrschule zu. Viele Betriebe hätten sich auf Zielgruppen mit besonderen Herausforderungen spezialisiert – wie etwa Menschen mit Behinderungen oder Sprachbarrieren.
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