Zuletzt immer wieder Blaualgen entdeckt

Badeseen in BW: Wo das Wasser top ist - und wo Schwimmen tabu ist

Wenn es im Sommer heiß wird, hilft eine Abkühlung im nächsten Badesee. Aber wie steht es um die Wasserqualität? Auf einer Internetseite des Landes finden Wasserfreunde Antworten.

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Schwimmerinnen und Schwimmer können in Baden-Württemberg fast überall bedenkenlos in die Badeseen springen. Nahezu alle Badegewässer haben eine hervorragende Wasserqualität. Das zeigt die laufend aktualisierte Badegewässerkarte Baden-Württemberg, die das Landesgesundheitsamt im Internet veröffentlicht. Dort findet man Informationen zur Wasserqualität aller 311 regelmäßig kontrollierten Badegewässer im Land. Zurzeit bestehen an vier Seen Badeverbote.

Nur vier Seen in Baden-Württemberg gesperrt

Seit Mitte August ist der Eisenbachsee in Alfdorf (Rems-Murr-Kreis) aufgrund einer Belastung mit Blaualgen für Badegäste gesperrt. Es bestehe eine Gesundheitsgefährdung beim Baden und Schwimmen im See, so das Gesundheitsamt. Man sollte auch keine Haustiere ins Wasser lassen. Weitere Untersuchungen würden durchgeführt.

Auch für den Dietenbachsee in Freiburg gilt seit Mitte August bis auf weiteres ein Badeverbot. Grund dafür ist eine hohe Konzentration von E.-Coli-Bakterien. Diese können zum Beispiel zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Die Bakterien seien bei einer routinemäßigen Überprüfung durch das Landesgesundheitsamt festgestellt worden, so die Stadt Freiburg.

Bereits seit 2021 ist der Sunthauser See in Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis) für Badende gesperrt. Der Grund dafür ist eine erhöhte mikrobiologische Belastung des Sees. Die Sperrung wird laut Mitteilung erst aufgehoben, wenn entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität durchgeführt wurden.

Auch der Metzisweiler Weiher in Bad Wurzach (Kreis Ravensburg) ist auf der Karte nach wie vor mit Rot gekennzeichnet. Dort seien erneut "mikrobiologische Auffälligkeiten" festgestellt worden - das Badeverbot wurde verlängert. Eine Neubewertung der Lage werde man unter Berücksichtigung der Daten aus der Badesaison 2025 dann im Frühjahr 2026 durchführen.

Regengüsse können Keime einschwemmen - einige Badeverbote wieder aufgehoben

Nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums entnehmen die Gesundheitsämter während der Badesaison vom Anfang Juni bis Mitte September mindestens einmal pro Monat Wasserproben der untersuchten Gewässer. Starke Regengüsse könnten etwa zur Einschwemmung von Keimen oder Schadstoffen führen, hieß es. Aufgrund neuer Messungen wurden Badebeschränkungen aufgehoben für den Baggersee Kollerinsel in Brühl (Rhein-Neckar-Kreis) und den Aileswasensee in Neckartailfingen (Kreis Esslingen).

Für den Badesee Schnürpflingen (Alb-Donau-Kreis) hatte die Gemeinde vorsorglich davon abgeraten, ins Wasser zu gehen. Die Warnung vor einer "erhöhten mikrobiologischen Belastung" wurde inzwischen aber wieder zurückgezogen. Auch die Badeverbote für den Baggersee Streitköpfle in Linkenheim-Hochstetten (Kreis Karlsruhe), den Surfsee Obersulmetingen in Laupheim (Kreis Biberach) sowie den Neuravensburger Weiher in Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) wurden nach neuen Messungen wieder aufgehoben.

An diesen Badeseen sollte man aufpassen

Der Neumühlsee in Waldenburg (Hohenlohekreis) ist nicht gesperrt, es besteht hier aber eine grundsätzliche Warnung vor einer starken Blaualgen-Entwicklung. Blaualgen bilden Giftstoffe, die bei Hautkontakt Reizungen und bei Verschlucken Übelkeit, Kreislaufprobleme und Schmerzen hervorrufen können. Dies sollte man daher vermeiden. Außerdem sollte man Bereiche mit sichtbaren Schlieren meiden. Besonders gefährdet sind Kinder und Kleinkinder.

In einigen Bereichen des Riedsees in Donaueschingen im Schwarzwald-Baar-Kreis vermehrt sich die Blaualge ebenfalls sehr stark. Schuld daran sind die derzeit hohen Temperaturen, so die Stadtverwaltung. Diese rät daher dringend, nur im offiziell ausgewiesenen Badebereich des beliebten Sees zu baden.

Vier weitere Badestellen erreichten nur eine ausreichende Qualität: der Badesee Buch in Rainau (Ostalbkreis), der Baggersee Eggenstein in Eggenstein-Leopoldshafen (Kreis Karlsruhe), der Badesee Hermuthausen in Ingelfingen und der Stausee in Mulfingen (beide Hohenlohekreis).

Unsere Kolleginnen und Kollegen von SWR1 haben die schönsten Badestellen in Baden-Württemberg mit den wichtigsten Infos zusammengestellt:

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Vom Baden in Flüssen rät das Gesundheitsministerium komplett ab. Diese seien abgesehen von wenigen ausgewiesenen Badestellen nicht zum Baden geeignet und würden deswegen auch nicht kontrolliert. "Es ist daher nicht auszuschließen, dass an diesen Badestellen mikrobiologische Verunreinigungen oberhalb der geltenden Grenzwerte vorliegen", teilte das Ministerium mit.

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