Die Polizei in Baden-Württemberg hat beim sogenannten Blitzermarathon vergangene Woche mehr als 66.500 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Das gab das Innenministerium jetzt bekannt. Demnach fuhren 9.200 Autofahrerinnen und -fahrer - und damit knapp 15 Prozent aller geblitzten Fahrer - deutlich zu schnell: Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 21 km/h.
783 Fahrzeugführer waren laut Innenministerium sogar so schnell unterwegs, dass sie ihren Führerschein vorübergehend abgeben müssen. Fahrverbote drohen innerhalb geschlossener Ortschaften ab einer Überschreitung von 31 km/h der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, außerorts ab 41 km/h.
Mehr als jeder dritte tödliche Verkehrsunfall: Zu hohes Tempo als Ursache
Zu schnelles Fahren ist nach Ministeriumsangaben nach wie vor Unfallursache Nummer eins. Im ersten Halbjahr 2025 waren 36 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen.
Beim Blitzermarathon wird vor allem an unfallträchtigen Stellen und in Gebieten mit besonderer Gefährdungslage verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert - etwa vor Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen. Das soll der Verkehrssicherheit dienen. An der Aktion beteiligten sich bis Sonntagabend neben Baden-Württemberg auch weitere Bundesländer wie Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.