Unter dem Motto "Frauen wehrt euch" wurde am Donnerstagabend in Freiburg erneut gegen sexualisierte Gewalt an Frauen demonstriert. Laut Polizei haben 230 Menschen protestiert. Der Fall eines ehemaligen Uni-Mitarbeiters der Uni-Freiburg hat erhebliche Unruhe ausgelöst: er hatte jahrelang heimlich Frauen in intimsten Situationen gefilmt. Hinzu kommen weitere Fälle von sexualisierter Gewalt gegen Frauen, zum Beispiel der Fall Collien Fernandes, der bundesweit für Aufsehen sorgt.
Der ehemalige Studienberater der Uni Freiburg hatte Videokameras in Bädern und WCs installiert. Mitte März wurde er vom Amtsgericht Freiburg zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Seitdem haben sich weitere Frauen bei der Freiburger Polizei gemeldet. Die Staatsanwaltschaft Freiburg will eine härtere Strafe erreichen und hat Berufung eingelegt. Viele sind enttäuscht und wütend über das Urteil.
Das Thema sexualisierte Gewalt schlägt zur Zeit hohe Wellen in Freiburg: erst vor zwei Wochen gab es einen großen Protest zu diesem Thema, und letzte Woche brachte die frisch gegründete Intitiative „Männer gegen sexualisierte Gewalt“ rund 300 Menschen auf die Straße.
Nach Skandal um einen Ex-Mitarbeiter der Uni Freiburg "Frauen wehrt euch": Erneuter Protest gegen sexualisierte Gewalt in Freiburg
Der Fall eines Ex-Mitarbeiters der Uni Freiburg, der heimlich Frauen filmte, sorgt weiter für Empörung. Rund 200 Menschen forderten härtere Konsequenzen bei sexualisierter Gewalt.