Nach Skandal um Ex-Mitarbeiter der Uni Freiburg

„Frauen wehrt euch“: Erneuter Protest gegen sexualisierte Gewalt in Freiburg

Der Fall eines Ex-Mitarbeiters der Uni Freiburg, der heimlich Frauen filmte, sorgt weiter für Empörung. Rund 200 Menschen forderten härtere Konsequenzen bei sexualisierter Gewalt.

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Von Autor/in Paula Gent

Unter dem Motto "Frauen wehrt euch" protestierten am Donnerstagabend in Freiburg etwa 200 Menschen erneut gegen sexualisierte Gewalt an Frauen. Der Fall eines ehemaligen Mitarbeiters der Universität Freiburg hat erhebliche Unruhe ausgelöst: er hatte über 15 Jahre lang mehr als 800 Frauen heimlich gefilmt - im Bad einer Wohnung, die er an Studentinnen vermietete, auf Damentoiletten der Universität und während einer Dienstreise.

Der ehemalige Studienberater war Mitte März vom Amtsgericht Freiburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Seitdem haben sich weitere Frauen bei der Freiburger Polizei gemeldet. Die Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt.

Übergriffe seien keine Einzelfälle

Ziel der Demonstration sei es, Aufmerksamkeit zu schaffen und laut zu sein, so Marina. Gemeinsam mit dem "Frauenkollektiv" hat sie den Protest organisiert. Es gehe dabei nicht nur um den Freiburger Fall. Auch der Fall Collien Fernandes und zahlreiche Femizide zeigen, dass sexualisierte Gewalt gegen Frauen allgegenwärtig sei.

Eine Demonstrantin mit einem Plakat "#Keinzelfall Uni Freiburg #Fürsorgepflicht Opferschutz jetzt!"
Eine Demonstrantin fordert bei der Kundgebung auf dem Freiburger Platz der Alten Synagoge besseren Opferschutz.

Ende März waren in Freiburg Plakate aufgetaucht, die ein Foto und den vollen Namen des ehemaligen Uni-Mitarbeiters zeigten. Die Polizei hatte die Plakate entfernt und Ermittlungen eingeleitet. Bei der Demonstration am Donnerstagabend wurde der Name des Mannes in Redebeiträgen genannt, Plakate mit seinem Namen oder Foto waren aber nicht zu sehen.

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