Samstags ab 18 Uhr in der Fernsehsendung SWR Aktuell Baden-Württemberg richtet sich der Blick in die Grenzregion und auf die Nachbarländer. "Dreiland Aktuell" entsteht durch regelmäßigen Austausch mit France 3 Alsace und dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Das Team nimmt sich Zeit zum Hinschauen, Nachhaken, Einordnen: Was bewegt die Menschen an der Grenze? Was vereint sie? Was trennt sie?
Grenzen trennen, aber sie verbinden auch
Teddybären fliegen über Absperrungen, Liebesbriefe werden durch den Maschendraht gefädel: Die Grenzschließungen während der Pandemie waren eine eindrückliche Zeit. Zum Arbeiten in die Schweiz zu pendeln, war plötzlich nicht mehr so selbstverständlich. Das Elsass wurde mit voller Wucht vom Corona-Virus getroffen. Die Krankenhäuser waren so voll, dass Patientinnen und Patienten ausgeflogen werden mussten, auch nach Freiburg. Das Team von "Dreiland Aktuell" berichtete aus dem Homeoffice.
Die Grenzschließung damals hat uns noch einmal bewusst gemacht, wie sehr die Grenzen im Dreiländereck zwischen Frankreich, der Schweiz und Deutschland verschwommen sind, wie sehr alles miteinander verwoben ist.
Regionale Fernsehberichterstattung mal anders
"Dreiland Aktuell" steht für verlässliche Nachrichten, fundierte Einordnung und eine enge Verbundenheit mit den Menschen und Themen der Dreiländerregion. Seit der ersten Sendung am 6. Oktober 2002 berichtet das Format über grenzüberschreitende, gesellschaftspolitische, wirtschaftliche und kulturelle Verflechtungen im Dreiländereck.
Rückblick: Die erste "Dreiland Aktuell"-Sendung lief am 6. Oktober 2002 im SWR-Fernsehen:
Premiere: Die erste "Dreiland Aktuell"-Sendung im Jahr 2002
Die Menschen am Oberrhein vereint ein gemeinsames Lebensgefühl, ein Zusammenhalt und ein Verständnis füreinander. Eine Sendung wie "Dreiland Aktuell" greift durch ihre Themen genau dieses Gefühl auf, blickt über Landesgrenzen hinweg, schafft Verständnis und bestärkt Gemeinsamkeiten.
Schienen, Sumpfschildkröten und Stauumfahrer: Die Themen im Dreiland
Prägnante Themen gab es in 1.000 Sendungen viele: Da ist das AKW Fessenheim, das erst im Januar wieder Thema war, weil dort bald der Rückbau startet. Es wurde über die Untertagedeponie Stocamine bei Mulhouse berichtet, und über eine der ersten regionalen Klimakonferenzen in Straßburg. Immer wieder waren auch historische Verflechtungen Thema, aktuell beispielsweise im Zusammenhang mit der Ausstellung "Gesichter der Deportation" in Freiburg.
Genauso wichtig sind die alltäglichen Dinge. So wurde über eine deutsche Kindergärtnerin berichtet, die in der Schweiz viel besser verdient. Es ging um grenzüberschreitenden ÖPNV, den EuroAirport, um Camping und um Kunst, Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, Politik...
1000. Sendung über Grenzverkehr und Geschichtliches
Die Themen gehen nicht aus und das wird auch weiterhin so sein. Für die Jubiläumssendung steht ein Dauerbrenner auf dem Programm: der grenzüberschreitende Verkehr. Außerdem geht es um zwangsrekrutierte Elsässer, die im Zweiten Weltkrieg für Deutschland kämpfen mussten. Auch der Blick in die Schweiz darf nicht fehlen: ein neues Gutachten warnt vor Gefahren durch die dortigen AKWs.
Fessenheim abgeschaltet - Leibstadt läuft weiter Atomschutzverband warnt: Schweizer AKW in Grenznähe als Gefahr
Fessenheim im Elsass ist abgeschaltet, aber vier schweizerische Reaktoren in Grenznähe sind noch in Betrieb. Ein Gutachten warnt jetzt vor den Gefahren für Baden-Württemberg.
Diese Woche feiert das Redaktionsteam von "Dreiland Aktuell" - bestehend aus Viola Maury, Henning Winter, Paula Kersten, Louise Schöneshöfer, Susanne Oertelt und Lucia Brosemer - die tausendste Sendung. Ein besonderer Dank gilt den Zuschauerinnen und Zuschauern für ihr anhaltendes Interesse und Vertrauen. Und Themen für weitere 1.000 Sendungen gibt es genug!