Erlass der Regierung

Rückbau von AKW Fessenheim kann bald beginnen

Die französische Regierung hat die Demontage des stillgelegten Atomkraftwerks Fessenheim genehmigt. Ein entsprechender Erlass ist am Sonntag im Amtsblatt veröffentlicht worden.

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Von Autor/in Christine Veenstra

Der französische Stromkonzern EDF kann wohl bald den Rückbau des stillgelegten Atomkraftwerkes (AKW) in Fessenheim angehen. Französische Regierungsvertreter haben jetzt einen Erlass unterzeichnet, der auch die Modalitäten für den Rückbau regelt. EDF wolle zeitnah mit der Demontage beginnen, berichtet dazu auch die Deutsche Presse-Agentur. Die entsprechenden Vorarbeiten seien nach Angaben des Konzerns weitestgehend abgeschlossen.

Auch Pumpstation und Lagergebäude werden abgebaut

In dem Erlass ist nicht nur der Rückbau der Reaktorgebäude von Block 1 und Block 2 geregelt, sondern auch die Demontage vieler weiterer Elemente wie Pumpstation, Lagergebäude und Abwasserbehälter.

Der Abtransport der Brennelemente aus dem Kraftwerk war bereits im September 2022 abgeschlossen worden. Seit 2020 steht das Kraftwerk still - nach 42 Betriebsjahren. Atomkraftgegner in Deutschland und Frankreich hatten zuvor jahrelang die Abschaltung des Meilers im Elsass gefordert.

Ab 2027 Bau von Schmelzanlage

Am Standort des stillgelegten AKW will EDF ab 2027 ein sogenanntes Technocentre errichten mit einer Schmelzanlage für schwach radioaktiv belasteten Schrott. Dort könnten den Plänen zufolge potenziell 500.000 Tonnen Metalle aus ganz Frankreich verwertet werden, so schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa), zum Beispiel Dampferzeuger aus heimischen Atomkraftwerken.

Frankreich plant neue AKW

EDF verspricht, laut dpa, im geplanten Technocentre 200 Arbeitsplätze. Die Schrottverwertung soll 2031 in Betrieb gehen, für das Projekt sollen etwa 450 Millionen Euro fließen.

Trotz der Stilllegung von Fessenheim will Frankreich den Ausbau der
Atomenergie grundsätzlich verstärkt vorantreiben. Die im Februar vorgelegte neue Strategie zur Energieversorgung des Landes sieht den Bau von sechs neuen Atomkraftwerken ab 2038 sowie die Option zum Bau von acht weiteren AKW vor.

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Christine Veenstra
Bild von SWR-Redakteurin Christine Veenstra

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