Gedenken an tödliche Explosion

Als in Offenburg 114 Zwangsarbeiter ums Leben kamen

In den Morgenstunden des 4. Mai 1945 sind bei einer Explosion in einer Offenburger Kaserne 114 Menschen getötet worden. Dazu gab es am Montag eine Gedenkfeier.

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Von Autor/in Ulf Seefeldt

Vor 81 Jahren, am 4. Mai 1945, also kurz vor Kriegsende, sind bei einer Explosion in einer Offenburger Kaserne 114 Menschen getötet worden. Bei einer Gedenkfeier am Montagvormittag wurde an diese Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Die Menschen bei der Gedenkfeier in Offenburg. Bei einer Explosion 1945 waren 114 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ums Leben gekommen.
Die Menschen bei der Gedenkfeier in Offenburg. Bei einer Explosion 1945 waren 114 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ums Leben gekommen. Ulf Seefeldt

Deutsche Friedensgesellschaft kritisiert die Stadt Offenburg

Bei der kurzen Gedenkfeier in Offenburg wurden Ansprachen gehalten und rote Rosen niedergelegt. Eingeladen hatte die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG). Die kritisiert, dass die Stadt zwar im vergangenen Jahr, 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, an die Explosion mit so vielen Toten erinnert habe, das aber nicht jedes Jahr mache.

Die DFG findet es wichtig, dass dieser Tag in Offenburg nicht vergessen werde. Das sei eine bürgerschaftliche Verpflichtung.

Heute erinnert eine Hinweistafel an die Explosion von 1945

Zu der Explosion im Jahr 1945 war es vermutlich gekommen, weil die Wehrmacht beim Abzug aus Offenburg in mehreren Gebäuden Minen und Langzeitzünder ausgelegt hatte. Die Opfer waren ehemalige Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa, die in den Gebäuden vorübergehend untergebracht waren.

Dieses Bild war nach der tödlichen Explosion im Jahr 1945 entstanden. Es ist heute vor Ort auf einer Gedenktafel zu sehen.
Dieses Bild war nach der tödlichen Explosion im Jahr 1945 entstanden. Es ist heute vor Ort auf einer Gedenktafel zu sehen. Ulf Seefeldt

Eine Hinweistafel im heutigen Kulturforum in Offenburg erinnert an die tödliche Explosion. Die Identität der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ist unbekannt. Sie wurden in Offenburg in einem Massengrab bestattet.

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Ulf Seefeldt
Ulf Seefeldt mit Mikrofon in der Hand im SWR Studio Offenburg

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