Vor 81 Jahren, am 4. Mai 1945, also kurz vor Kriegsende, sind bei einer Explosion in einer Offenburger Kaserne 114 Menschen getötet worden. Bei einer Gedenkfeier am Montagvormittag wurde an diese Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Deutsche Friedensgesellschaft kritisiert die Stadt Offenburg
Bei der kurzen Gedenkfeier in Offenburg wurden Ansprachen gehalten und rote Rosen niedergelegt. Eingeladen hatte die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG). Die kritisiert, dass die Stadt zwar im vergangenen Jahr, 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, an die Explosion mit so vielen Toten erinnert habe, das aber nicht jedes Jahr mache.
Die DFG findet es wichtig, dass dieser Tag in Offenburg nicht vergessen werde. Das sei eine bürgerschaftliche Verpflichtung.
Heute erinnert eine Hinweistafel an die Explosion von 1945
Zu der Explosion im Jahr 1945 war es vermutlich gekommen, weil die Wehrmacht beim Abzug aus Offenburg in mehreren Gebäuden Minen und Langzeitzünder ausgelegt hatte. Die Opfer waren ehemalige Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa, die in den Gebäuden vorübergehend untergebracht waren.
Eine Hinweistafel im heutigen Kulturforum in Offenburg erinnert an die tödliche Explosion. Die Identität der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ist unbekannt. Sie wurden in Offenburg in einem Massengrab bestattet.