Sonniger Abschied mit wenig Betrieb

Vorzeitiges Ende: So war die Wintersaison auf dem Feldberg

Rund zwei Wochen früher als ursprünglich geplant ist die Wintersaison am Feldberg zu Ende gegangen. Am Sonntag, am letzten Skitag, war strahlender Sonnenschein, aber kaum Schnee.

Teilen

Stand

Von Autor/in Jessica Hans

Am letzten Tag der Wintersaison 2025/26 des Skigebiets Feldberg (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) lockten strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen ein paar letzte Wintersportler auf die Pisten. Der Tag zeigt deutlich: Der Winter ist vorbei. Der Schnee war durch das frühlingshafte Wetter nur noch matschig, auf den Pisten viele braune Flecken. Lediglich drei Lifte und drei Förderbänder waren überhaupt noch geöffnet.

Positive Bilanz trotz vorgezogenem Saisonende

Ursprünglich sollte die Saison bis Ostern laufen. Doch ausbleibender Neuschnee seit Fastnacht und anhaltend warme Temperaturen setzten den Hängen stark zu. Deshalb wurde der Winterbetrieb nun vorzeitig eingestellt.

Das Skigebiet am Feldberg hat am Sonntag zum letzten Mal geöffnet. Die Betreiber ziehen eine Bilanz.
Mehr braune Flecken als Schnee. Am letzten Skitag der Saison zeigte sich der höchste Gipfel des Schwarzwalds von seiner frühlingshaften Seite.

Die Gesamtbilanz fällt dennoch positiv aus: "Insgesamt sind wir zufrieden mit der Wintersaison", sagt Johannes Albrecht, Bürgermeister der Gemeinde Feldberg und Geschäftsführer der Feldbergbahnen GmbH. Der Start im November mit rund 70 Zentimetern Neuschnee hatte zunächst für Optimismus gesorgt. Das Tauwetter über die Weihnachtszeit führte jedoch zu Einbußen.

Die guten Bedingungen von Januar bis Anfang März hätten die Umsatzverluste zum Jahreswechsel jedoch fast vollständig ausgeglichen, so Albrecht. Insgesamt waren die Seilbahnanlagen an 114 Tagen in Betrieb.

Abschied vom 2er Sessellift am Seebuck

Für den Doppelsessellift am Seebuck war es die letzte Saison. 1983 ging die Anlage in Betrieb, nun läuft ihre Konzession - also Genehmigung - aus. Eine Verlängerung lohne sich wirtschaftlich nicht, sagt Maximilian Schubert, stellvertretender Betriebsleiter vom Seebuck.

Die Sessellifte der Seebuckbahn.
Der Betrieb der Doppelsesselbahn Seebuck wird eingestellt. Sie war seit 1983 in Betrieb. Vorher fuhr an ihrer Stelle eine Einer-Sesselbahn.

Es schmerzt uns allen, denn es ist eine Ära die zu Ende geht.

An die Stelle des Lifts soll ein "Flying Fox" treten - eine Seilrutsche für vier Personen. Für die diesjährige Sommersaison werde sie jedoch noch nicht fertig sein, so Schubert.

Feldberg-Sommersaison startet im Mai

Zu Ostern soll der Fußgängerbetrieb wieder aufgenommen werden. Sollte es wider Erwarten doch noch einmal schneien, könnten einzelne Lifte am Seebuck kurzfristig wieder öffnen. Der offizielle Start der Sommersaion der Feldbergbahnen ist der 1. Mai.

Nächster Schritt: Neuer Geschäftsführer

Auch personell gab es in dieser Saison Veränderungen. Anfang Januar trennte sich das Unternehmen nach nur wenigen Monaten von Geschäftsführer Kai Lebrecht. Übergangsweise übernehmen seitdem Johannes Albrecht, Bürgermeister von Feldberg, sowie Adrian Probst, Bürgermeister von St. Blasien, die Leitung. Mit dem Saisonende soll nun über eine Neubesetzung entschieden werden.

Feldberg

Trennung innerhalb der Probezeit Uneins über Ausrichtung: Feldbergbahnen trennen sich von Geschäftsführer

Die Feldbergbahnen trennen sich von ihrem Geschäftsführer Kai Lebrecht. Das hat die Hochschwarzwald Tourismus GmbH bekanntgegeben. Lebrecht war erst seit dem Sommer im Amt.

Baden-Württemberg

Von der Schwäbischen Alb bis zum Schwarzwald Sonne, Schnee, Skifahren: So lief das Geschäft in den Weihnachtsferien in BW

Weiße Pisten und blauer Himmel: Vielerorts in Baden-Württemberg gab es in den Weihnachtsferien so viele Skitage wie schon seit Jahren nicht mehr - sowohl auf der Schwäbischen Alb als auch im Schwarzwald.

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

Schönau

Unfall auf Herzogenhornbahn im März Nach Sturz eines Kindes aus Skilift am Feldberg: Geldstrafe für Mitarbeiter?

Ein 8-jähriges Mädchen erwischt einen Skilift nicht richtig und wird bei einem Sturz verletzt. Ein Mitarbeiter am Lift hätte das verhindern können, befand das Amtsgericht Schönau.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Jessica Hans
Profil Jessica Hans

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!