Die Gemeinde Wutach (Kreis Waldshut) bekommt am 1. Januar wieder eine klare Führung. Die Gemeinde steht seit Ende November ohne Oberhaupt da. Der amtierende Bürgermeister Alexander Pfliegensdörfer (parteilos) ist für ein halbes Jahr in Elternzeit gewechselt. Thomas Kaiser (FW) übernimmt bis Juli seine Aufgaben. Ursprünglich wollte Kaiser, der lange Jahre in Häusern (Kreis Waldshut) Bürgermeister war, in den Ruhestand gehen.
Kaiser hat zugestimmt, Wutach für sechs Monate zu unterstützen. Der Bürgermeister aus Häusern wurde von der Kommunalaufsicht des Landratsamtes Waldshut als sogenannter Beauftragter bestellt.
Ich möchte den Berufsstand des Bürgermeisters wieder ins rechte Licht rücken. Wir helfen, wenn es notwendig ist.
Große Herausforderungen für den "Betreuer" von Wutach
In Wutach stehen dringende Aufgaben auf der Agenda: Kaiser geht davon aus, dass offene Rechnungen liegen geblieben sind. Dass beispielsweise Wasser- und Abwassergebühren sowie Nahwärmebescheide gar nicht erstellt wurden.
Sämtliche Nachbargemeinden haben Unterstützung zugesagt: Der Haushaltsplan für das kommende Jahr muss noch aufgestellt werden. Die Finanzierung des dringend benötigten Kindergartenbaus muss gesichert und die Landtagswahl organisiert werden. Darüber hinaus sollen alltägliche Verwaltungsaufgaben wie Trauungen und andere Formalitäten schnellstmöglich wieder vor Ort möglich sein.
Ich will auch das Wir-Gefühl der Bevölkerung verbessern.
Probleme in Wutach haben längere Vorgeschichte
Der Konflikt zwischen Bürgermeister Alexander Pfliegensdörfer und dem Gemeinderat schwelt schon länger. Verwaltungsstellen sind seit längerer Zeit unbesetzt. Das wollen Gemeinderat und Kaiser nun gemeinsam angehen. Franziska Stritt, stellvertretende Bürgermeisterin und Gemeinderätin ist froh über die Lösung und lobt den angenehmen Umgangston Kaisers.
Ich wünsche mir Bürgernähe und ein gutes Miteinander in der Vewarltung.
Übergangslösung als Chance für Neustart in Wutach
Mit seiner langjährigen Erfahrung und dem Rückhalt der Nachbargemeinden hat Thomas Kaiser nun sechs Monate Zeit, die Weichen für eine stabile Zukunft Wutachs zu stellen. Seine Ernennung wird nicht nur als pragmatische Lösung, sondern auch als Chance gesehen, wieder Ruhe in die Gemeinde und die Verwaltung zum Laufen zu bringen.