Die beliebte Lotenbachklamm bei Bonndorf bleibt für Wanderer bis mindestens zum kommenden Jahr gesperrt. Grund ist ein Erdrutsch, der am Montag nach dem Abrutschen einer Tanne ausgelöst wurde. Der Hang oberhalb des Weges gilt als instabil. Deshalb besteht laut Wutachrangerin Mareike Matt in dem Gebiet Lebensgefahr.
Weitere Hangbewegungen in der Klamm möglich
Bereits vor rund drei Wochen hatte ein Sturm in der Klamm Schäden verursacht. Nun rutschte eine weitere Tanne den Hang hinab und löste dabei den Erdrutsch aus. An der Abbruchkante stehen noch mehr Bäume, darunter auch abgestorbene Exemplare. "Das heißt, es könnte auch jederzeit was nachrutschen, und das sorgt eben für lebensgefährliche Verhältnisse", sagt Wutachrangerin Mareike Matt dem SWR.
Der betroffene Wanderweg ist deshalb abgesperrt. Die Absperrungen wurden vom Bauhof Bonndorf aufgestellt und sollen verhindern, dass Wanderer den gefährlichen Bereich betreten. Die Sperrung gilt voraussichtlich bis zum Wanderstart im kommenden Jahr.
Lotenbachklamm kann umgangen werden
Die Lotenbachklamm ist ein rund 1,5 Kilometer langer Seitenzweig der Wutachschlucht. Wer in der Region wandern möchte, muss deshalb nicht auf einen Besuch der gesamten Wutachschlucht verzichten: Die gesperrte Klamm kann umgangen werden. "Man kann in der Wutachschlucht ganz unabhängig von der Lotenbachklamm wandern gehen", sagt Matt.
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Allerdings ist auch der oberhalb der Klamm verlaufende Müllerweg derzeit gesperrt. Beide Sperrungen sollen bis Anfang des kommenden Jahres bestehen bleiben. Im Winter ist die Wutachschlucht ohnehin grundsätzlich geschlossen.
Nach dem Winter wird die Lage in der Klamm neu bewertet
Wutachrangerin Matt will die Situation bis dahin weiter beobachten. Entscheidend sei, wie sich der Hang über den Winter entwickelt. In dieser Zeit könnten weiteres Erdreich und Geröll abrutschen und dabei auch Bäume mitreißen. "Nach dem Winter kann man dann schauen, ob alle potenziellen Gefahrenquellen schon von selbst heruntergestürzt sind und deswegen dann keine Gefahr mehr von oben besteht", so die Rangerin. Dabei gehe es vor allem um die Stabilität des Hangs und die Gefahr durch weitere Bäume und lose Erd- und Geröllmassen.