Teil einer weltweiten Bewegung

One Billion Rising: 200 Menschen tanzen in Freiburg gegen Gewalt an Frauen

Trotz Regen kamen in Freiburg 200 Menschen zusammen, um mit einem Tanzflashmob ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Die Aktion ist Teil einer weltweiten Kampagne.

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Von Autor/in Lukas Herzog

Am Samstag versammelten sich rund 200 Menschen auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg, um mit einem Tanzflashmob ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Trotz Regenwetter kamen so viele wie noch nie. Anlass war die weltweite Kampagne One Billion Rising. Sie macht auf eine UN-Statistik aufmerksam, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer von Gewalt wird.

Tanzen gegen die Wut

Unter den Teilnehmenden war auch Astrid Nothen. Sie war schon dabei, als noch deutlich weniger Menschen kamen. Hier könne sie ihre Wut raus tanzen. Was sie wütend macht? Neben der vielfältigen Benachteiligung von Frauen auch persönliche Erfahrungen wie, "dass ich, seit ich zwölf bin, immer wieder sexuellen Übergriffen ausgesetzt bin", sagt Nothen. Der jährliche Tanzflashmob stärke sie.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Tanzflashmob "One Billion Rising" gegen Gewalt an Frauen recken die Arme in den Himmel auf dem Platz der alte Synagoge in Freiburg.
Zwei tanzen vor, 200 tanzen nach. Damit alle mitmachen können, wurde die Choreographie vor Ort nochmal kurz geübt.

Neben vielen Frauen sind auch einige Männer dabei. Etwa Martin Barensteiner mit seinen zwei Töchtern. Mitgetanzt hat er zum ersten Mal. "Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen geht im Wesentlichen von Männern aus. Deswegen finde ich es auch wichtig, als Mann ein Zeichen zu setzen", sagt Barensteiner.

Fast 150 deutsche Städte machen mit

Neben Freiburg beteiligten sich deutschlandweit fast 150 Städte an der Aktion. Weltweit waren es laut Pia Kuchenmüller von Frauenhorizonte, dem Veranstalter in Freiburg, über 500 teilnehmende Städte. Kuchenmüller zeigt sich nach dem Flashmob zufrieden: "Das setzt ein positives Zeichen für ein ganz schlimmes Thema."

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