In Badenweiler (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist es durch einen mutmaßlichen technischen Defekt zu einem Unfall mit einem großen Rotorblatt gekommen. Das 25 Tonnen schwere Bauteil löste sich und stürzte auf die Transportfahrzeuge. Die Fahrer konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Über den Unfall berichteten zuerst der "Schwarzwälder Bote" und die "Badische Zeitung". Die Polizei bestätigte den Unfall gegenüber dem SWR.
Technischer Defekt wahrscheinlich
Der Unfall passierte in einer engen S-Kurve, wo das Rotorblatt auf einem sogenannten Bladelifter unterwegs war, der die langen Bauteile mit Hydrauliktechnik in Kurven in die Höhe aufrichtet. Das ist besonders dann wichtig, wenn die langen Bauteile durch das Gebirge gefahren werden. Nach ersten Informationen kam es in diesem Hydrauliksystem zu einem Defekt: Das Rotorblatt neigte sich plötzlich und krachte auf die beiden Transportfahrzeuge, die das Rotorblatt zogen.
Unfall könnte teuer werden
Durch den Schaden trat eine größere Menge Hydrauliköl aus, weshalb Feuerwehr und Gefahrgutzug das Öl auffingen. Die L132 bleibt rund um die Unfallstelle vorerst voll gesperrt. Das Rotorblatt wird vor Ort zerlegt und die beteiligten Fahrzeuge werden geborgen. Der Unfall könnte teure Folgen haben: Die Herstellungskosten für ein Rotorblatt und den Transport liegen bei mehreren Hunderttausend Euro.