Investition in die Landwirtschaft der Zukunft

Mit 16 Millionen Euro stärkt ZG Raiffeisen den Standort Mühlhausen-Ehingen

Die ZG Raiffeisen hat für 16 Millionen Euro ihren Agrarstandort in Mühlhausen-Ehingen modernisiert - mit klarer Ausrichtung auf Bio-Landwirtschaft und effiziente Getreidelogistik.

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Mit einer Gesamtinvestition von 16 Millionen Euro hat die ZG Raiffeisen ihren Agrarstandort in Mühlhausen-Ehingen (Kreis Konstanz) umfassend modernisiert. Am Sonntag fand die Eröffnung statt. Die Niederlassung sei technisch neu aufgestellt worden, um langfristig als zentraler Umschlagplatz für die Region zu dienen, hieß es dabei.

"Wir brauchen schlagkräftige, moderne Standorte, um der sich wandelnden Struktur in der Landwirtschaft gerecht zu werden", erklärte Friedrich Müller, Regionalleiter der Vertriebsgruppe Mühlhausen-Ehingen bei der ZG Raiffeisen.

Neben dem Getreidelager sei ein kompletter Technikstandort entstanden - von der Landmaschinentechnik bis zum Rasenmäher für den Kleingarten.

Bio-Getreide im Fokus der Investition

Ein zentrales Element der Modernisierung sei die neue Annahmeanlage für Bio-Getreide mit einer Kapazität von 5.000 Tonnen.

"Hier wollen wir unseren Bio-Mitgliedern einen zentralen Erfassungsstandort bieten - inklusive Aufbereitung für fertiges Mühlengetreide", so Regionalleiter Müller.

Die Siloanlage erfülle die steigenden Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Effizienz im Bio-Segment. Der Standort werde damit zur Drehscheibe für Dinkel, Weizen, Mais und Spezialkulturen.

"Wir sind ein starkes Dinkelanbaugebiet", ergänzt Konrad Maier, Niederlassungsleiter der ZG Raiffeisen Mühlhausen-Ehingen. "Die neue Dinkelentspelzung ermöglicht es uns, den Dinkel professionell zu verarbeiten und auch den Spelz als Pellets zu vermarkten."

Mehr Effizienz für die Getreidelogistik

Auch die drei bestehenden Annahmestellen für konventionelles Getreide seien modernisiert worden. Damit verkürzten sich die Abläufe bei der Ernte deutlich. Der Standort könne nun bis zu 20.000 Tonnen Getreide jährlich erfassen.

"Wir mussten Lagerraum schaffen, weil kleinere Standorte im Umland geschlossen wurden. Wir wollten die gesamte Ernte hier vor Ort behalten - und auch im Bereich Bio weiter wachsen", so Maier.

Der Standort verstehe sich nicht nur als Lagerplatz für Mitglieder, sondern auch als Dienstleister für die gesamte Region. So nutze zum Beispiel ein Tofu-Hersteller die Siloanlage zur Lagerung von Soja. "Die neue Infrastruktur steht für Leistung, Qualität und Versorgungssicherheit - alles aus einer Hand, vom großen Traktor bis zum Tierfutter", sagte Maier.

Standort für die nächsten Jahrzehnte gesichert

"100 Jahre ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber für die nächsten 15 bis 20 Jahre sind wir sehr gut aufgestellt", so Maier weiter.

Mit dem neuen Technikstandort, einem umfassenden Betriebsmittelgeschäft und dem zusätzlichen Verbrauchermarkt biete die ZG Raiffeisen in Mühlhausen nun ein komplettes Versorgungszentrum für die Landwirtschaft - und auch für private Kundschaft.

Die Bevölkerung soll verstehen, was es bedeutet, wenn aus Getreide ein Laib Brot wird. Auch dafür wollen wir diesen Standort öffnen.

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SWR