Eine Branche im Umbruch

Tag der Milch: Roboter helfen im Kuhstall in Dürmentingen

Es gibt immer weniger Milchviehbetriebe in Baden-Württemberg. Die, die bleiben, müssen umdenken. So setzt man etwa in Dürmentingen (Kreis Biberach) auf modernste Technik im Kuhstall.

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Stand

Von Autor/in Thorben Langwald

Rund 46 Liter Kuhmilch verbraucht jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Dazu kommen Milchprodukte, wie Käse oder Joghurt. Doch die Zahl der Milchviehbetriebe in Baden-Württemberg nimmt seit Jahren ab. Waren es 2010 noch über 10.000 Betriebe, sind es jetzt weniger als die Hälfte. 

Roboter erleichtern die Arbeit im Kuhstall in Dürmentingen

Im Stall von Franz und Maximilian Egle in Dürmentingen sind Roboter im Einsatz:  Egal ob beim Füttern oder Putzen. Auch das Melken läuft automatisch. Vor der Automatisierung habe er jeden Tag zwei Stunden für die Fütterung gebraucht, sagt Maximilian Egle. Jetzt sei es nur noch eine halbe Stunde.

Die Automatisierung sei, so Maximilian Egle, auch ein Mittel gegen den Fachkräftemangel. Denn gute Mitarbeiter für seinen Betrieb zu finden, sei auch nicht mehr so einfach.

Familiensache: Franz und Maximilian Egle führen gemeinsam den Milchkuhbetrieb in Dürmentingen
Es bleibt in der Familie: Franz Egle und sein Sohn Maximilian leiten den Betrieb in Dürmentingen gemeinsam.

Vater und Sohn leiten zusammen Milchviehbetrieb

Er und sein Vater Franz führen gemeinsam den Betrieb. Doch längst nicht überall im Land ist die Nachfolge geregelt. Das beschäftigt auch den Bauernverband. Immer weniger Milchviehhalter im Land, dafür gebe es viele Gründe,

Technik allein wird nicht reichen. Wir brauchen wieder Wertschätzung für das Produkt.

Technik statt Handarbeit: In diesem Kuhstall in Dürmentingen übernehmen Roboter einige Arbeiten
Weniger Handarbeit durch Technik im Kuhstall in Dürmentingen.

Bauernverband fordert mehr gesellschaftliche Akzeptanz

Es brauche wieder gesellschaftliche Akzeptanz für landwirtschaftliche Produkte, sagt Alexander Keller vom Kreisbauernverband Biberach-Sigmaringen. Außerdem müsse es vor allem politische Verlässlichkeit geben. Denn wer viel Geld in Stall und Technik steckt, der will sicher sein, dass sich das auch lohnt.

Dann könnten nach Ansicht des Bauernverbandes wieder mehr junge Landwirte - so wie Maximilian Egle - in der Milchviehhaltung ihre Zukunft sehen. Der junge Landwirt ist mit Leidenschaft dabei. Er hat sich bewusst für diesen Beruf entschieden, sagt er, auch wenn es Nachteile gebe.

Weil es ein cooler Job ist. Er ist abwechslungsreich. Die Bürokratie ist auch nicht wenig, aber man ist auch noch draußen auf dem Feld.

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