Auf der Seebühne im Bodensee beginnt der Abbau des Bühnenbilds der Oper "Der Freischütz". Die gut fünfwöchigen Bregenzer Festspiele 2025 waren am Sonntagabend wie erwartet mit insgesamt 249.000 Besuchern zu Ende gegangen.
Abbau des Bühnenbilds der Bregenzer Festspiele dauert bis Ende Oktober
Als erstes werden die rund 300 Lautsprecher abgebaut, die im "Freischütz"-Bühnenbild verbaut sind. Außerdem müssen alle Scheinwerfer abgehängt und Kabel beseitigt werden, erklärte der technische Direktor der Bregenzer Festspiele, Wolfgang Urstadt. Alles, was wiederverwendet werden kann, wird gesichert. Kostüme und Requisiten gehen üblicherweise in den Abverkauf. Dann kommen Kettensäge und Flex zum Einsatz.
Am Abbruch des insgesamt gut acht Millionen Euro teuren Bühnenbilds sind bis zu 60 Mitarbeiter beteiligt, Ende Oktober soll er abgeschlossen sein. In der Montagehalle der Festspiele beginnt dann der Bau des neuen Bühnenbilds für 2026 und 2027.
Keine weitere Regenabsage auf der Seebühne im Bodensee
Von den 27 Aufführungen des Seebühnen-"Freischütz" fielen nur zwei Ende Juli dem starken Regen zum Opfer. Eine Aufführung musste wegen starken Regens komplett abgesagt werden und eine nach gut einer Stunde. Sie fanden für das Publikum mit den teuersten Karten im Festspielhaus statt. Die Karten der komplett abgesagten Vorstellung werden erstattet. Das kostet die Festspiele eigenen Angaben zufolge rund 450.000 Euro.
Insgesamt verzeichneten die 79. Bregenzer Festspiele 249.000 Besucherinnen und Besucher bei den rund 80 Veranstaltungen. Das sind knapp 20.000 weniger als im vergangenen Jahr, teilte die Festspielleitung mit. Dennoch sei die Auslastung sehr gut gewesen. Mit 97 Prozent verkaufter Karten war "Der Freischütz" erneut Publikumsmagnet.
Premiere erhält auch im zweiten Jahr viel Applaus Teuflisch und farbenfroh: Bregenzer Festspiele zeigen erneut "Der Freischütz"
Langes Abendrot und langer Applaus - die Oper "Der Freischütz" hat am Donnerstag auf der Seebühne im Bodensee erneut Premiere gefeiert. Sie ist bis Mitte August zu sehen.
Gut angenommen worden seien aber auch die übrigen rund 50 Konzerte, Theater- und Opernabende in den vergangenen fünf Wochen, darunter die selten gespielte Oper über Ödipus von George Enescu. Im Bregenzer Theater am Kornmarkt war Gioachino Rossinis "La Cenerentola" schon im Vorfeld restlos ausverkauft, insgesamt kamen knapp 2.000 Besucherinnen und Besucher.
Bregenzer Festspiele zeigen 2026 "La traviata"
In den kommenden zwei Sommern zeigen die Bregenzer Festspiele erstmals die Oper "La traviata" von Giuseppe Verdi. Es ist die erste Seebühnenproduktion unter der neuen Intendantin Lilli Paasikivi aus Finnland. Regie führen wird der Italiener Damiano Michieletto. Als Oper im Festspielhaus ist "Die Ausflüge des Herrn Brouček" von Leoš Janáček zu sehen. Der Vorverkauf startet laut Festspielen am 29. September.