Der Bierkonsum in Deutschland geht immer weiter zurück. Im vergangenen Jahr sank der Absatz auf einen historischen Tiefstand. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Der Hopfenpflanzerverband Tettnang geht deshalb davon aus, dass langfristig weniger Hopfen am Bodensee angebaut wird.
Hopfenpflanzerverband Tettnang rechnet mit kleineren Anbauflächen
Um Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, führe kein Weg an einer Flächenreduzierung vorbei. Das sagt die Geschäftsführerin des Hopfenpflanzerverbands Tettnang, Teresa Locher. Noch gebe es allerdings für ein paar Jahre gute Vorverträge für den Verkauf von Tettnanger Hopfen.
Sobald diese auslaufen, gebe es aber durchaus Betriebe, in denen sich der gesunkene Bierkonsum bemerkbar machen werde. "Da werden sich einige neu ausrichten müssen", so Locher. Auch der steigende Konsum von alkoholfreiem Bier könne diese Entwicklung nicht aufhalten.
Bierabsatz sinkt seit Jahren
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben die deutschen Brauer im vergangenen Jahr zum ersten Mal weniger als acht Milliarden Liter Bier verkauft. Sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Das war die kleinste Menge seit Einführung der Statistik im Jahr 1993. Selbst in den Corona-Jahren 2020 und 2021 setzten die Betriebe noch deutlich mehr Bier ab. Gründe sind unter anderem ein gesünderer Lebensstil, geänderte Trinkgewohnheiten und allgemein die Alterung der Gesellschaft.