Der marode Fußgängersteg am Bahnhalt Biberach (Riß)-Süd wird in diesem Jahr doch nicht abgerissen. Laut Stadtverwaltung scheitern die ursprünglichen Pläne an jahrelangen Genehmigungsverfahren bei der Bahn.
Genehmigung für provisorischen Fußgängersteg dauert Jahre
Der Fahrplan sah eigentlich so aus: Der 2002 erbaute Steg wird in diesem Jahr abgerissen, die Kosten trägt die Stadt. Danach installiert und finanziert die Bahn eine provisorische Brücke und den Neubau Ende 2030.
Im Sommer habe die Bahn der Stadtverwaltung aber mitgeteilt, dass die Genehmigung für ein temporäres Gerüst über die Gleise mehrere Jahre dauert. Damit hätte es nach dem Abriss erst einmal gar keine Verbindung zwischen den Gleisen gegeben.
Neuer Plan für maroden Fußgängersteg: Sanierung statt Abriss
Die Stadtverwaltung Biberach hat deswegen eine Notinstandsetzung in Auftrag gegeben. Die Arbeiten dafür sollen vom 14. November bis zum 5. Dezember stattfinden. Trotz der Sanierung müssen die Aufzüge aber schon jetzt abgerissen werden.
Am 21. und 25. November ist die Bahnstrecke deshalb zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gesperrt. Die nächstgelegene barrierefreie Verbindung zwischen den Gleisen ist dann der rund 400 Meter entfernte Bahnübergang.
Trotz der Planänderung haben sich Bahn und Stadt bereits hinsichtlich des Kosten geeinigt: Die Sanierungskosten von knapp 340.000 Euro trägt die Stadt, dafür übernimmt die Bahn später die Abrisskosten in ähnlicher Höhe.