Warum buddelt der Maulwurf so viele Löcher?
Maulwurf im Garten: Warum er nützlich ist und bleibt?
Maulwurf vertreiben: Legale Tipps für den Garten
Unterschiede zwischen Maulwurf und Wühlmaus
Jetzt im Frühjahr ist er wieder besonders aktiv, der Maulwurf. Da ploppen dann plötzlich auf der Wiese oder in den Beeten die braunen Erdhügel auf. Die Hobbygärtner sind meist nicht begeistert, weil die Hügel beim Rasenmähen stören und nicht schön aussehen auf ihrem gepflegten Grün.
Warum buddelt der Maulwurf so viele Löcher?
Der Maulwurf ist ein bemerkenswerter Bewohner unserer Gärten, der sich perfekt an das Leben unter der Erde angepasst hat. Sein etwa 16 Zentimeter großer Körper weist spezielle Fähigkeiten auf: Er besitzt große Lungen, einen ausgeprägten Geruchssinn und kräftige Vorderbeine, die als effektive Grabschaufeln dienen. Damit meistert er das Leben in seinem dunklen Tunnelsystem.
Denn unter der Erde errichtet der Maulwurf ein ausgedehntes Netz von Gängen. Den Aushub, der dabei entsteht, befördert er als charakteristische Erdhügel an die Oberfläche. Sein nahezu blindes Auge stellt dabei keinen Nachteil dar. Er verlässt sich vor allem auf seinen ausgeprägten Tastsinn. Zudem schützt ihn sein dichtes Fell zuverlässig vor der Kälte des Bodens.
Außerdem hat der Maulwurf hat einen schnellen Stoffwechsel und eine gute Verdauung. Deshalb nimmt er täglich etwa so viel Nahrung zu sich, wie er selbst wiegt. Dabei entstehen jedoch viele Blähungen, die zu einem erhöhten CO2-Ausstoß führen. Die Löcher im Boden sind daher für die Belüftung seines Tunnelsystems wichtig. Sie dienen dazu, den Gasaustausch zu gewährleisten und ein Ansammeln von schädlichen Gasen zu verhindern.
Maulwurf im Garten: Warum er nützlich ist und bleibt
Der Maulwurf sorgt dafür, dass der Boden gelockert und schön luftig wird. Die Erde der Maulwurfshügel besteht auf hochwertigem Humus und ist übriges eine super Blumenerde.
Und das Wichtigste: Seine Gänge dienen ihm dabei nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Jagdrevier. Der Maulwurf frisst Schädlinge oder vertreibt sie. Wo ein Maulwurf ist, da sind selten Wühlmäuse und die fressen schon mal die Karotten aus dem Beet. Das würde der Maulwurf auf keinen Fall tun, denn der ist ein reiner Fleischfresser. Der Maulwurf ernährt sich von Regenwürmern, Raupen, Engerlingen, Schnecken und Schnakenlarven.
Deshalb ist es grundsätzlich ein gutes Zeichen, wenn man einen Maulwurf im Garten hat. Das zeigt, dass der Boden gesund ist, weil er viele Kleinlebewesen enthält. Zudem ermöglichen die zahlreichen Gänge bei starken Regenfällen das Abfließen von Wasser. So trägt der Maulwurf indirekt zur Bodenqualität und zum Schutz vor Überschwemmungen bei.
Maulwurf vertreiben: Legale Tipps für den Garten
Wenn man den Maulwurf unbedingt loswerden will, dann kann man bei seinen empfindlichen Ohren und seiner feinen Nase ansetzen.
- Jeder Maulwurfshügel besitzt unter der lockeren Erde im Inneren ein Loch. Wenn man eine Eisenstange dort hineinsteckt und eine leere Blechdosen dran befestigt, sorgt der Wind für Klappergeräusche, die dann in den unterirdischen Gängen hallen. Das mag der Maulwurf gar nicht.
- Wenn man auf den sehr guten Geruchssinn des Maulwurfs setzt, dann helfen stark riechende Gewürzpflanzen, Knoblauch, saure Milch oder Brennnesseljauche. Mit Ölen, Essigessenz oder Tierhaaren getränkte Lappen in den Eingängen seiner Tunnel kann man ihn ebenfalls vertreiben.
- Oder eine leere Flasche, in der vorher hochprozentiger Alkohol war, einfach kopfüber in die Löcher stecken und der Geruch verteilt sich dann in den Gängen. Möglicherweise sucht sich der Maulwurf einen neuen Garten. Wichtig ist, die Löcher nicht einfach mit Erde zu verschließen, da dies seine Grabaktivität nur verstärkt.
- Auch ordentlich Betrieb auf dem Rasen ist eine gute Methode: Tobende Kinder und herumrennende Hunde lösen Erschütterungen aus, die den Maulwurf stören.
Unterschiede zwischen Maulwurf und Wühlmaus
Nicht immer ist der Verursacher der Hügel ein Maulwurf. Auch Wühlmäuse oder Schermäuse graben unterirdische Gänge. Sie fressen jedoch pflanzliche Nahrung und können dadurch erheblichen Schaden anrichten. Ein einfacher Trick hilft, die Hügel zu unterscheiden: Maulwurfshügel sind hoch, locker und haben ein Loch in der Mitte. Wühlmaushügel sind flacher. Das Loch liegt an der Seite des Hügels.