In der Region Bodensee-Oberschwaben führt der Dauerregen der vergangenen Wochen zu Problemen bei der Getreideernte. Das Getreide verliert durch die Nässe an Qualität und kann erst nach einigen trockenen Tagen geerntet werden.
Pilzbefall führt zu Qualitätsverlust
Durch die anhaltende Feuchtigkeit ist die Getreide-Qualität akut in Gefahr, so Karl Endriß vom Bauernverband Biberach-Sigmaringen. Vielerorts seien die Pflanzen schon gräulich bis schwarz, was auf einen Pilzbefall hindeuten könne.
Qualität akut gefährdet Regnerisches Wetter: Landwirte bangen um die Getreideernte
Die Getreideernte wurde eigentlich schon vor rund einem Monat eingeläutet, der Regen bremst die Bauern allerdings aus. Welche Auswirkungen das auf die Ernte-Qualität hat.
Getreide verliert durch Regen an Qualität
Damit das Getreide geerntet werden kann, brauche es jetzt mindestens zwei Tage Sonne, nur so könne es ausreichend trocknen, erklärt Stefan Leichenauer vom Lauterbach-Hof in Tengen im Kreis Konstanz. Über die Hälfte seines Getreides stehe noch auf dem Feld und verliere jeden Tag an Qualität. Die Ernte sei dann nur noch als Tierfutter zu gebrauchen.
Auch das Getreide von Helmut Müller vom Biohof Müller in Allensbach im Kreis Konstanz verliert an Qualität. Sein Getreide sollte eigentlich schon seit zwei Wochen im Lager sein. Rund die Hälfte der Ernte stehe bei ihm noch auf dem Feld.