Getreidequalität sinkt durch zu viel Feuchtigkeit

Nasses Sommerwetter gefährdet Getreideernte in der Region Bodensee-Oberschwaben

Das Getreide in der Region Bodensee-Oberschwaben hat unter dem Regen der vergangenen Wochen gelitten. Besonders in höheren Lagen bangen die Landwirte um die Qualität ihrer Ernten.

Teilen

Stand

Von Autor/in Viktoria Clausnitzer

In der Region Bodensee-Oberschwaben führt der Dauerregen der vergangenen Wochen zu Problemen bei der Getreideernte. Das Getreide verliert durch die Nässe an Qualität und kann erst nach einigen trockenen Tagen geerntet werden.

Pilzbefall führt zu Qualitätsverlust

Durch die anhaltende Feuchtigkeit ist die Getreide-Qualität akut in Gefahr, so Karl Endriß vom Bauernverband Biberach-Sigmaringen. Vielerorts seien die Pflanzen schon gräulich bis schwarz, was auf einen Pilzbefall hindeuten könne.

Baden-Württemberg

Qualität akut gefährdet Regnerisches Wetter: Landwirte bangen um die Getreideernte

Die Getreideernte wurde eigentlich schon vor rund einem Monat eingeläutet, der Regen bremst die Bauern allerdings aus. Welche Auswirkungen das auf die Ernte-Qualität hat.

Getreide verliert durch Regen an Qualität

Damit das Getreide geerntet werden kann, brauche es jetzt mindestens zwei Tage Sonne, nur so könne es ausreichend trocknen, erklärt Stefan Leichenauer vom Lauterbach-Hof in Tengen im Kreis Konstanz. Über die Hälfte seines Getreides stehe noch auf dem Feld und verliere jeden Tag an Qualität. Die Ernte sei dann nur noch als Tierfutter zu gebrauchen.

Auch das Getreide von Helmut Müller vom Biohof Müller in Allensbach im Kreis Konstanz verliert an Qualität. Sein Getreide sollte eigentlich schon seit zwei Wochen im Lager sein. Rund die Hälfte der Ernte stehe bei ihm noch auf dem Feld.

Mühlhausen-Ehingen

Investition in die Landwirtschaft der Zukunft Mit 16 Millionen Euro stärkt ZG Raiffeisen den Standort Mühlhausen-Ehingen

Die ZG Raiffeisen hat für 16 Millionen Euro ihren Agrarstandort in Mühlhausen-Ehingen modernisiert - mit klarer Ausrichtung auf Bio-Landwirtschaft und effiziente Getreidelogistik.

Salem

Weil Umsatz zurückgeht Bernhard Markgraf von Baden rodet Reben: ökologischer Ackerbau statt Wein

Auf 60 Hektar markgräflicher Rebfläche werden künftig Dinkel, Soja, Weizen und Sonnenblumen in Bio-Qualität wachsen. Das Haus Baden fährt seinen Weinbau am Bodensee wegen sinkender Umsatzzahlen zurück.

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Viktoria Clausnitzer
SWR-Redakteurin Viktoria Clausnitzer Autorin Bild

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!