Hohkreuze sind Feldkreuze an erhöhtem Standort - in Sigmaringen wurde am Donnerstagabend ein ganz besonderes restauriert der Öffentlichkeit vorgestellt.
Es ist das Werk des Sigmaringer Bildhauers Xaver Marmon. In seinem Inneren stießen die Restauratoren dabei auf einen überraschenden Fund. Hinter der großen Christusfigur, im Längsbalken des Hohkreuzes, verbarg sich laut der katholischen Kirchengemeinde Sigmaringen ein kleiner Glasbehälter - befüllt mit Schriftstücken, Münzen und Heiligenbildnissen. Gegenstände aus den vergangenen hundert Jahren, in denen das Hohkreuz schon früher erneuert worden war.
Neues Hohkreuz: Holzsplitter vermeintlich aus einer Wiege des heiligen Fidelis
Besonderes Highlight: eine Notiz des Stadtpfarrers von 1874, als das Hohkreuz erstmals aufgestellt wurde. Dazu ein Holzsplitter, vermeintlich aus der Wiege des Heiligen Fidelis. Zur Einweihung des restaurierten Hohkreuzes ist der Glasbehälter nun wieder an seinen Platz im Balken - ergänzt um Zeugnisse unserer Gegenwart wie zum Beispiel Münzen.
Verantwortlich für die Restaurierung war die Stadt Sigmaringen, unterstützt von einer Stiftung, privaten Spendern und der katholischen Kirche.