Die Klinik Tettnang steht vor einer großen Veränderung: Ab dem 1. Januar 2026 wird die Abteilung für Innere Medizin geschlossen. Das bedeutet, dass Patienten mit internistischen Beschwerden weder stationär noch ambulant behandelt werden können.
Grund für die Schließung der Station "Innere Medizin": zu wenig Ärzte
Grund für die Schließung ist laut einer Mitteilung des Medizin Campus Bodensee (MCB) Personalmangel. Es gebe nicht genügend Ärzte, um die Versorgung sicherzustellen. "Die seit längerem offenen Stellen konnten leider nicht adäquat nachbesetzt werden", so Jan-Ove Faust, Geschäftsführer des Medizin Campus Bodensee. Für zusätzliche und wesentlich teurere Leihkräfte habe das MCB im Zuge der Planinsolvenz keine Mittel zur Verfügung.
Die Grundlage für diese schwierige Entscheidung ist die Sicherheit der Patienten.
Auswirkungen auf die Notaufnahme der Klinik Tettnang
Ohne Internisten kann auch die Notaufnahme in Tettnang nicht mehr alle Patienten umfassend versorgen. Internistische Patienten werden ab Januar laut MCB zwar erstversorgt, müssen dann aber in umliegende Krankenhäuser verlegt werden. Das Klinikum Friedrichshafen, die Krankenhäuser der Oberschwabenklinik und die Rettungsleitstelle seien bereits informiert und auf die Situation vorbereitet.
Andere Fachabteilungen der Klinik Tettnang bleiben geöffnet
Trotz der Schließung der Inneren Medizin bleiben andere Abteilungen der Klinik Tettnang weiterhin geöffnet. Die Gynäkologie und Geburtshilfe, das Operative Zentrum Tettnang (OZeTT) sowie das Therapiezentrum stehen den Patienten wie gewohnt zur Verfügung.