Wer mit dem Auto nach Österreich in den Urlaub fährt, braucht sie - die Vignette, auch "Pickerl" genannt. Bisher gibt es sie als Aufkleber für die Windschutzscheibe und digital. Die Klebevariante soll es nächstes Jahr das letzte Mal geben.
Andere Länder haben schon länger keine Klebevignetten mehr
Feuerrot soll die letzte Klebevignette sein, heißt es von der österreichischen Autobahn-Betreibergesellschaft ASFINAG. Ab 2027 soll es nur noch eine digitale Vignette geben. Grund sei, dass jetzt schon drei Viertel der Vignetten digital seien und auch in den meisten Nachbarländern wie Slowenien, der Slowakei, Ungarn und Tschechien die analogen Vignetten abgeschafft worden seien.
Kosten soll die neue Jahresvignette 106,80 Euro, drei Euro mehr als bisher. Neben der Vignette für das ganze Jahr gibt es auch welche für einen Tag, zehn Tage sowie für zwei Monate. Ab Ende November sind die Vignetten erhältlich. Sie sind ab dem 1. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2027 gültig. Ab dem 1. Februar 2027 werden nur noch digitale Vignetten auf österreichischen Autobahnen akzeptiert.
Kein Internetzugang für digitale Vignette erforderlich
Wer keinen Internetzugang hat, soll laut ASFINAG trotzdem eine digitale Vignette kaufen können. Sie wird an den üblichen Verkaufsstellen wie Tankstellen, dem österreichischen Automobilclub und an speziellen Verkaufsautomaten zum Kauf angeboten. Außerdem solle der Umstieg noch durch eine umfassende Informationskampagne im In- und Ausland begleitet werden.
Weiterhin wird es die Klebevignette in der Schweiz geben. Laut einem Sprecher des Schweizer Zolls ist eine Abschaffung der Klebevariante erst ein Thema, wenn mehr als 90 Prozent der Vignetten in der digitalen Version verkauft würden. Davon sei man mit etwa 35 Prozent weit entfernt. Die Jahresvignette für das nächste Jahr soll, wie bisher, 40 Franken kosten.