CDU und Grüne vorne

Landtagswahl 2026: Künftig 15 Abgeordnete aus der Region Bodensee-Oberschwaben

Die Stimmen sind ausgezählt. Wer zieht für die Region Bodensee-Oberschwaben in den Landtag ein? Wie hat mein Wahlkreis abgestimmt? Alle Ergebnisse hier.

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Stand

Das vorläufige Endergebnis in der Region Bodensee-Oberschwaben steht fest. Auch hier gewinnen die Grünen und die CDU fast überall mit weitem Abstand vor den anderen Parteien. Die CDU allerdings holt fast alle Direktmandate. Nur Nese Erikli (Grüne) im Wahlkreis Konstanz kann sich gegen ihre Mitbewerberin von der CDU durchsetzen. Die AfD kann gegenüber der vergangenen Landtagswahl deutlich punkten.

Friedrichshafen

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Wahlkreis Biberach: Thomas Dörflinger holt Spitzenergebnis für CDU

Der Wahlkreis Biberach gilt traditionell als CDU-Hochburg. Thomas Dörflinger sitzt seit 2016 für die CDU im Landtag. Und er hat auch diesmal mit 46,4 Prozent der Stimmen das Direktmandat gewonnen. Zweitplatzierte wurde Paula Gulde von der AfD mit 20,9 Prozent - sie schafft es aber über die AfD-Landesliste nicht in den neuen Landtag. Über die Landesliste der Grünen erringt jedoch Berat Gürbüz ein Zweitmandat.

Bei den Zweitstimmen kam die CDU auf 39,1 Prozent. Die Grünen kamen auf 23 Prozent. Die AfD holte das drittbeste Ergebnis mit 21,5 Prozent. SPD und FDP kamen auf jeweils 3,6 Prozent, die Linke auf 2,5.

Die Wahlbeteiligung lag bei 72,7 Prozent.

Wahlkreis Bodensee: Martin Hahn (Grüne) verliert Direktmandat

Das Direktmandat im Wahlkreis Bodensee hat mit 31,7 Prozent Alexander Bruns von der CDU gewonnen. Martin Hahn, der seit 2011 für die Grünen im Landtag sitzt, hat sein Direktmandat nicht verteidigen können, auf ihn entfielen 28,6 Prozent. Er schafft es aber über die Landesliste in den neuen Landtag.

Weitere Kandidaten waren unter anderem Rainer Röver von der SPD (7,3 Prozent) und Klaus Hoher von der FDP (6,8 Prozent). Hoher ist seit 2016 Mitglied des Landtages. Christoph Högel von der AfD bekam 16,9 Prozent der Stimmen, Sander Frank von der Partei Die Linke 4,1 Prozent.

Bei den Zweitstimmen haben im Wahlkreis Bodensee die Grünen gewonnen (31,7 Prozent). Dicht gefolgt von der CDU (31,4 Prozent). Drittstärkste Kraft wurde die AfD (17 Prozent). Weitere Ergebnisse: FDP 5 Prozent, SPD 4,7 Prozent, Linke 3,5 Prozent.

Sie beobachten im Landratsamt in Friedrichshafen mit Spannung die ersten Hochrechnungen: v.l. der Landtagsabgeordnete Martin Hahn (Grüne), der Erste Landesbeamte Christoph Keckeisen und Landtagsabgeordneter Klaus Hoher (FDP).
Sie beobachteten im Landratsamt in Friedrichshafen mit Spannung die ersten Hochrechnungen: v. l. der Landtagsabgeordnete Martin Hahn (Grüne), der Erste Landesbeamte Christoph Keckeisen und Landtagsabgeordneter Klaus Hoher (FDP).

Der bisherige Landtagsabgeordnete Klaus Hoher (FDP) zeigte sich enttäuscht. Schon früh wurde deutlich, dass seine Partei nicht mehr im Landtag vertreten sein wird. Nun sei er von den Wählerinnen und Wählern in den Ruhestand geschickt worden, so Hoher. Er glaubt, dass vor allem die alte Bundesregierung, die Koalition von SPD, Grünen und FDP, der Partei geschadet habe.

Das lag zu hundert Prozent an der Bundesregierung. Diese Ampel hat uns nicht gut getan.

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis Bodensee lag bei 70 Prozent.

Wahlkreis Ravensburg: Antje Rommelspacher gewinnt Direktmandat für CDU

Im Wahlkreis Ravensburg hat Antje Rommelspacher von der CDU mit 38,4 Prozent der Stimmen das Direktmandat gewonnen. Zweitplatzierte wurde mit 25,1 Prozent die Grünen-Kandidatin Anna Wiech. Das Besondere bei den beiden politischen Konkurrentinnen: Sie sind Schwägerinnen. Und auch Anna Wiech kommt dank ihrem Listenplatz in den Landtag. Auch Hans-Peter Baur (AfD) zieht über die Landesliste in den Landtag ein.

Der Wahlkreis Ravensburg war in den vergangenen zwei Legislaturperioden mit zwei Politikern im Landtag vertreten. Neben Direktkandidat und Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) vertrat auch August Schuler (CDU) die Region. Beide traten nicht mehr an.

Bei den Zweitstimmen gewann die CDU, sie erzielte 33,4 Prozent. Die Grünen kamen auf 29,8 Prozent. Drittstärkste Partei wurde die AfD mit 17,3 Prozent. Auf die FDP entfielen 4,4 Prozent, auf die SPD 4,1 Prozent und auf die Linke 4,0 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 70,2 Prozent.

In Ravensburg feierten am Sonntagabend die Grünen mit Minister Manfred Lucha und der Bundestagsabgeordneten Agnieszka Brugger das gute Abschneiden ihrer Partei auf Landesebene. Spitzenkandidat Cem Özdemir habe gezeigt, dass man mit dem Thema Klimaschutz in Verbindung mit der Wirtschaft auch Wahlen gewinnen könne. "Toller Typ", so Brugger.

Özdemir hat das Unmögliche möglich gemacht und gezeigt, dass die Grünen in Baden-Württemberg nicht irgendwie ein einmaliger Betriebsunfall waren.

Wahlkreis Sigmaringen: CDU-Kandidatin Boos gewinnt das Direktmandat

Im Wahlkreis Sigmaringen hat sich die CDU das Direktmandat zurückgeholt. Auf Ilona Boos entfielen 43,1 Prozent der Stimmen. Die zweitmeisten Stimmen erzielte der AfD-Kandidat Andreas Strobel (25,2 Prozent).

Auch bei den Zweitstimmen setzte sich die CDU (36,5 Prozent) deutlich vor der AfD (24,5 Prozent) und den Grünen (22,2 Prozent) durch. Die SPD erhielt 3,6 Prozent, die FDP 4,0 Prozent und Die Linke 2,8 Prozent.

Im Wahlkreis Sigmaringen lag die Wahlbeteiligung bei 67,5 Prozent. 

Wahlkreis Singen: CDU-Kandidat Stetter holt das Direktmandat

Für den Wahlkreis Singen wird Christoph Stetter von der CDU in den Landtag einziehen. Er holte mit 36,2 Prozent das Direktmandat. Der Direktkandidat von der AfD, Bernhard Eisenhut, bekam 23 Prozent. Eisenhut zieht über die Landesliste in den Landtag ein. Gleiches gilt für die bisherige Landtagsabgeordnete Saskia Frank von den Grünen. Sie hatte das Mandat von der Gewinnerin der vergangenen Wahl, Dorothea Wehinger, übernommen.

Auch bei den Zweitstimmen im Wahlkreis Singen siegte die CDU. Sie bekam 31,4 Prozent der Stimmen. Die Grünen erzielten 25,5 Prozent. Die AfD kam auf 23,1 Prozent. 5,1 Prozent entfielen auf die SPD, 4,2 Prozent bekam die FDP und 3,5 Prozent erzielte die Linke.

Die Wahlbeteiligung lag bei 65,6 Prozent.

Wahlkreis Konstanz: Direktmandat geht wieder an Nese Erikli (Grüne)

Nese Erikli von den Grünen hat das Direktmandat im Wahlkreis Konstanz mit 36,8 Prozent der Stimmen gewonnen. Seit 2016 vertritt sie den Wahlkreis Konstanz bereits im Landtag. Das zweitbeste Ergebnis bei den Erststimmen erzielte Andrea Gnann von der CDU.

Bei den Zweitstimmen siegten die Grünen mit 40,5 Prozent. Die CDU kam auf 25,4 Prozent, die AfD auf 11,1 Prozent. Auf die Linke entfielen 6,8 Prozent. Die SPD holte 5 Prozent der Stimmen, die FDP 4,6 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 70,4 Prozent.

Wahlkreis Wangen: Eindeutiges Ergebnis

Das Direktmandat im Wahlkreis Wangen hat mit großem Abstand Raimund Haser (CDU) gewonnen. Er bekam 43,7 Prozent der Erststimmen. Gefolgt von Petra Krebs von den Grünen mit 22,3 Prozent. Krebs bleibt aber ebenfalls im Landtag - dank Platz 9 auf der Landesliste. Auch Carmen Haug (AfD) zieht über die Landesliste in den Landtag ein.

Auch bei den Zweitstimmen liegt die CDU mit 36,5 Prozent vorne. Die Grünen bekamen 25,1 Prozent. Auf die AfD entfielen 19,7 Prozent, auf die SPD 3,9 Prozent. Die FDP erzielte 3,7 Prozent, die Linke 3,2 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 69,9 Prozent.

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