Freude und Enttäuschung nach der Landtagswahl

Wahlergebnis: Reaktionen aus der Region Bodensee-Oberschwaben

Es war knapp, aber am Ende haben die Grünen bei der Landtagswahl die Nase vorn. Was Sieger und Verlierer der Wahl aus der Region Bodensee-Oberschwaben zum Ergebnis sagen.

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Stand

Von Autor/in Florian Peking

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg äußern sich Kandidatinnen und Kandidaten zum vorläufigen Ergebnis. Während die einen sich über einen Wahlsieg freuen können, überwiegt bei anderen die Enttäuschung.

Die CDU hat in der Region Bodensee-Oberschwaben fast alle Direktmandate gewonnen. Auch Raimund Haser im Wahlkreis Wangen ist das mit 43,7 Prozent der Erststimmen gelungen. Er sei sehr dankbar für das eindeutige Ergebnis, sagte Haser dem SWR. "Das ist ein Beispiel dafür, dass, wenn man sich zeigt, wenn man unterwegs ist, wenn man sich anstrengt, dann sehen das die Menschen auch", so der Abgeordnete.

Raimund Haser (CDU) spricht im Plenarsaal des Landtags von Baden-Württemberg am Rednerpult.
Seit 2016 ist Raimund Haser (CDU) Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Wangen. Bei der Landtagswahl 2026 gewann er das Direktmandat mit großem Abstand.

Grünen-Kandidatin rechnet mit guter Zusammenarbeit mit CDU

Freude auch bei Nese Erikli aus Konstanz. Sie hat für die Grünen das Direktmandat im Wahlkreis geholt und zieht erneut in den Landtag ein. Trotz der härteren Gangart in der Endphase des Wahlkampfs rechnet sie mit einer guten Zusammenarbeit mit der CDU im neuen Landtag. "Ich bin zuversichtlich, dass wir am Ende jetzt wieder zusammenfinden werden", sagte Erikli.

Erfolgreich verlief die Landtagswahl auch für die AfD. Vom guten Ergebnis, knapp 19 Prozent auf Landesebene, profitiert auch Hans-Peter Baur aus dem Wahlkreis Ravensburg. Er zieht über die Landesliste in den Landtag ein. Er wolle sich als Abgeordneter in den Themenfeldern Digitalisierung und Verbraucherschutz engagieren, sagte Baur dem SWR.

Einer der großen Verlierer der Wahl ist die SPD. Sie kommt nur auf 5,5 Prozent. "Das ist schon eine ganz bittere Pille", sagte Frank Ortolf, SPD-Landtagskandidat im Wahlkreis Konstanz. Mit einem schwachen Ergebnis habe er angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) gerechnet. Aber dass die SPD derart schlecht abschneide, enttäusche ihn sehr, so Ortolf.

FDP-Kandidat Hoher: Wähler haben mich in Ruhestand geschickt

Die FDP bekam nur 4,4 Prozent der Stimmen und ist deshalb raus aus dem Landtag. Das bedeutet für die Abgeordneten, dass sie in Stuttgart die Koffer packen müssen. Auch Klaus Hoher aus dem Wahlkreis Bodensee. Nun sei er von den Wählerinnen und Wählern in den Ruhestand geschickt worden, sagte Hoher. Er glaubt, dass vor allem die alte Bundesregierung, die Koalition von SPD, Grünen und FDP, der Partei geschadet habe.

Sie beobachten im Landratsamt in Friedrichshafen mit Spannung die ersten Hochrechnungen: v.l. der Landtagsabgeordnete Martin Hahn (Grüne), der Erste Landesbeamte Christoph Keckeisen und Landtagsabgeordneter Klaus Hoher (FDP).
Der FDP-Abgeordnete Klaus Hoher (rechts), hier mit dem Landtagsabgeordneten Martin Hahn (Grüne) und dem Ersten Landesbeamten Christoph Keckeisen, wird im neuen Landtag nicht mehr vertreten sein. Hahn hingegen bekommt über die Landesliste ein Mandat.

Bei den Linken war die Hoffnung im Vorfeld groß, erstmals den Einzug in den baden-württembergischen Landtag zu schaffen. Entsprechend groß war die Enttäuschung, dass die Partei nur 4,4 Prozent der Stimmen bekam. So auch bei Tim Wetzel, der für die Linke im Wahlkreis Ravensburg angetreten ist. "Aber die Linke verschwindet jetzt nicht, nur weil wir nicht im Parlament sitzen. Als außerparlamentarische Opposition muss man halt ein bisschen lauter schreien, dass man gehört wird im Landtag", so Wetzel.

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Baden-Württemberg wählt - Die Entscheidung SWR BW

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Florian Peking
SWR-Redakteur Florian Peking Autor Bild

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