Im Bodensee vor Lindau haben Taucher einen schrecklichen Fund gemacht. Mehrere Tage nach einem Badeunfall in der Reutiner Bucht ist die Leiche eines 25-jährigen Mannes aus dem Bodensee geborgen worden. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei. Der junge Mann war am Samstag vor den Augen seiner Freunde beim Schwimmen untergegangen und wurde seitdem vermisst.
Am Mittwochmittag konnte der Verunglückte schließlich in einer Tiefe von fast zwölf Metern lokalisiert werden. Taucher der Wasserwacht bargen den Körper. Unterwasserdrohnen hätten den Einsatz unterstützt.
Bootsausflug mit tragischem Ausgang
Der Unfall geschah während eines Bootsausflugs der Freundesgruppe. Laut Polizei hatte die Gruppe am Samstag zwei Motorboote gemietet und war in die Reutiner Bucht hinausgefahren. Dort gingen sie zum Baden ins Wasser.
Der 25-Jährige, der ein unerfahrener Schwimmer gewesen sein soll, sprang ebenfalls ins Wasser, obwohl er sich relativ weit draußen auf dem See befand. Nach Angaben der Polizei trieb der Mann immer weiter vom Boot weg und ging schließlich vor den Augen seiner Freunde unter.
Großeinsatz blieb zunächst erfolglos
Sofort nach dem Unfall wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Zehn Boote und ein Hubschrauber kamen zum Einsatz, konnten den Vermissten jedoch zunächst nicht finden. Die Wassertiefe von 20 bis 30 Metern an der Unfallstelle erschwerte die Suche.
Gefahren im Bodensee unterschätzt
Die Polizei weist darauf hin, wie gefährlich es ist, im offenen Bodensee zu schwimmen. Das gelte vor allem für ungeübte Schwimmer. Die Wassertiefe und die Distanz zum Ufer machten es selbst für erfahrene Schwimmer schwer, die Strecke zu bewältigen.
Im vergangenen Jahr verloren 17 Menschen im Bodensee und Hochrhein ihr Leben, 2023 waren es elf Tote.