Zugstrecke weiterhin gesperrt

Nach Zugunglück bei Riedlingen: Drei Schwerverletzte sind noch in Kliniken

Eineinhalb Wochen nach dem tödlichen Zugunglück bei Riedlingen konnten die meisten Verletzten die Kliniken verlassen - drei Menschen liegen dort aber immer noch schwer verletzt.

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Stand

Von Autor/in Wolfgang Wanner

Nach dem Zugunglück bei Riedlingen im Kreis Biberach vor elf Tagen werden drei schwer verletzte Patienten weiterhin in Kliniken betreut. Zwei von ihnen werden in der Uniklinik Tübingen und im Krankenhaus Biberach behandelt. Aufgrund seiner schweren Verletzungen habe ein dritter Patient von Ehingen (Alb-Donau-Kreis) in eine Klinik mit Maximalversorgung verlegt werden müssen, hieß es auf SWR-Anfrage.

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20 Verletzte aus Krankenhäusern entlassen

Neben den Schwerverletzten wurden nach dem Unfall 20 weitere Menschen in insgesamt acht Kliniken behandelt. Alle konnten mittlerweile nach Hause gehen. Allein das Bundeswehrkrankenhaus Ulm versorgte 14 Verletzte, während die Uniklinik Ulm zehn Patienten behandelte. Auch in den Kliniken von Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis), Ludwigsburg und Ravensburg wurden mehrere Verletzte versorgt.

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Gemeinsam heilen: Ein Abend für Betroffene

Nach dem Zugunglück in Riedlingen kamen am vergangen Freitag rund 50 Menschen im Bürgerhaus Zell-Bechingen (Kreis Biberach) zusammen. Dort organisierte die ökumenische Notfallseelsorge eine zweistündige Veranstaltung, um den Betroffenen, Anwohnern und Helfern zu helfen. "Die Menschen waren nach meinem Eindruck dankbar für dieses Angebot", sagte Riedlingens Bürgermeister Marcus Schafft (CDU) dem SWR.

Ruhe und Verständnis sind jetzt wichtig

Die Notfallseelsorge betonte, wie wichtig es sei, den Betroffenen zuzuhören und ihnen Zeit zu geben. "Ruhe hilft jetzt am meisten", so ein Sprecher. Um das Erlebte zu verarbeiten, raten sie den Betroffenen, sich in den kommenden Tagen Aktivitäten zu widmen, die guttun - etwa Spaziergänge, Sport oder Musik. Diese kleinen Schritte könnten helfen, die belastenden Erinnerungen leichter zu machen.

Zugstrecke weiterhin gesperrt - Ermittlungen laufen

Die Zugstrecke ist nach Angaben der Deutschen Presseagentur weiterhin und für unbestimmt Zeit gesperrt. Die Bahn bietet zwischen Munderkingen und Herbertingen einen Schienenersatzverkehr an. Nach der Bergung der entgleisten Triebwagen und Waggons liefen die Ermittlungen. Neben der technische Auswertung von Zug und Gleisen sowie von Videosequenzen aus dem Zug, sei auch ein geologisches Gutachten in Auftrag gegeben worden.

Unfallursache war vermutlich Erdrutsch

Bei der Entgleisung eines Regionalzugs am Sonntag, den 27. Juli, kamen drei Menschen ums Leben. Die Ursache des Unfalls war vermutlich ein durch Starkregen ausgelöster Erdrutsch auf die Gleise. Mehrere Wagen des zwischen Sigmaringen und Ulm verkehrenden R55 entgleisten. Drei Menschen wurden getötet: der 32 Jahre alte Lokführer, ein 36 Jahre alter Mitarbeiter der Zuggesellschaft sowie eine 70 Jahre alte Reisende. 36 Menschen waren bei dem Unfall teils schwer verletzt worden, unter ihnen zwei Kinder im Alter von sieben und 13 Jahren.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Wolfgang Wanner
SWR-Redakteur und Redaktionsleiter Wolfgang Wanner Autorin Bild
Onlinefassung
Esther Leuffen
SWR-Redakteurin Esther Leuffen Autorin Bild

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