Konstanzer Stadtgeschichte im Großformat

Panorama Konstanz: Richtfest für spektakuläres Holz-Hochhaus gefeiert

In Konstanz ist am Donnerstag das Richtfest für ein außergewöhnliches Bauprojekt gefeiert worden: Der Panorama Konstanz Turm kombiniert moderne Architektur mit Stadtgeschichte.

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Von Autor/in Jannik Volz

In Konstanz ist am Donnerstag ein besonderes Richtfest gefeiert worden: Mit dem Panorama Konstanz entsteht ein spektakuläres Holz-Hochhaus, das nicht nur architektonisch besonders ist, sondern auch ein Stück Geschichte erlebbar macht. Der 52 Meter hohe Turm soll künftig ein riesiges Panorama-Gemälde des Künstlers Yadegar Asisi beherbergen, das die Geschichte des Konstanzer Konzils von 1414 bis 1418 zeigt – einem der bedeutendsten Ereignisse der Stadtgeschichte.

Ein Kunstwerk im Turm: 30 Meter hoch und 100 Meter lang

Das Herzstück des Turms wird ein 35 Meter hoher Innenraum sein, in dem das monumentale Panorama-Gemälde von Künstler Yadegar Asisi ausgestellt wird. Das Rundbild misst rund 30 Meter in der Höhe und rund 100 Meter in der Länge. Besucher können das Kunstwerk von einer 15 Meter hohen Plattform aus betrachten und in die Geschichte des mittelalterlichen Konzils eintauchen, das einst Kirchenvertreter aus ganz Europa nach Konstanz lockte, um zentrale religiöse Fragen zu klären.

Das Gebäude in Konstanz wird das sechste seiner Art in Deutschland sein. Auch in Pforzheim, Wittenberg, Leipzig, Dresden und Berlin stehen bereits Panorama-Türme. Die Rundbilder im Innenraum der Bauwerke können ausgetauscht werden.

Bauherr Wolfgang Scheidtweiler bekommt von den Zimmerleuten der Baufirma den Richtspruch vorgetragen und übergeben.
Bauherr Wolfgang Scheidtweiler bekommt von den Zimmerleuten der Baufirma den Richtspruch vorgetragen und übergeben. Bild in Detailansicht öffnen
Der erste Ausschnitt des Panoramas zeigt die Stadt von Konstanz Anfnag des 15. Jahrhunderts.
Das Panorma des Berliner Künstlers Yadegar Asisi stellt das Konstanzer Konzil von 1414-1418 dar. Bild in Detailansicht öffnen
Der erste Ausschnitt des Panoramas vom Konstanzer Konzil.
Das Panorma-Bild ist über 30 Meter hoch. Bild in Detailansicht öffnen
Bis jetzt sieht man nur Betonpfeiler. Hier wird später ein Restaurant sein.
Im obersten Stockwerk des Gebäudes wird ein Restaurant einziehen. Bild in Detailansicht öffnen
Die Altstadt von Konstanz und die Alpen sind vom obersten Stock des Gebäudes zu sehen.
Diesen Blick in Richtung Bodensee und Alpen haben dann auch die Besucher in Restaurant oder Bar im obersten Stock des Panorama-Turms. Bild in Detailansicht öffnen

Kulinarik und Aussicht über den Bodensee

Doch das Panorama Konstanz bietet mehr als nur Kunst und Geschichte: Im oberen Bereich des Gebäudes werden ein öffentliches Restaurant und eine Bar mit Blick auf die Alpen entstehen. Dort sollen auch Veranstaltungen und verschiedene Events stattfinden.

Die oberen Stockwerke werden eigene Öffnungszeiten haben und sind für Besucherinnen und Besucher auch ohne Panorama-Schau zugänglich.

Ein Impuls für die Stadtentwicklung

Der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) zeigte sich beim Richtfest begeistert und betonte die Bedeutung des Projekts für die Stadt. Er hofft, dass der Turm auch Besucher der Altstadt auf die andere Rheinseite lockt, wo sich der Turm befindet.

Das Bauprojekt wird von privaten Investor finanziert und ist mit Kosten im mittleren zweistelligen Millionenbereich veranschlagt. Die Eröffnung ist vor Ostern geplant.

Ein weitere Besonderheit des Projekts ist die Bauweise: Der Turm wurde aus Holz errichtet und soll damit ein Zeichen für nachhaltige Architektur setzen. Der in Konstanz geborene und aufgewachsene Architekt des Turms, Matthias Sauerbruch, ist sich sicher, dass das Gebäude ein Wahrzeichen des westlichen Eingangs zur Stadt Konstanz wird.

Mit seinen 52 Metern Höhe wird er das Stadtbild von Konstanz prägen. Besonders werde auch die Fassade, die je nach Blickrichtung die Farbe ändere. Der Panorama-Turm werde so von außen zu einer großen Skulptur oder einem Bild, welches man dreidimensional umfahren könne.

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