Bald keine Verkehrskadetten mehr?

Schluss mit Stau: Konstanz will digitale Verkehrssteuerung

Stau, volle Parkhäuser, lange Wartezeiten: Konstanz will den Verkehr künftig digital steuern - mit Sensoren, Anzeigen und klaren Infos für Autofahrer.

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Von Autor/in Friederike Fiehler

Volle Straßen und genervte Autofahrer gehören in Konstanz oft zum Alltag. Besonders an Wochenenden und Feiertagen aus der Schweiz staut sich der Verkehr in der Innenstadt.

Die Stadt will das jetzt ändern. Ein digitales Verkehrsmanagement soll den Verkehr besser steuern und Staus reduzieren. Ziel sei, dass Autos gar nicht erst in überfüllte Bereiche fahren, so die Stadt Konstanz. Das neue System soll rund um die Uhr laufen und an 365 Tagen im Jahr arbeiten.

Bisher wird der Verkehr an stark belasteten Tagen oft von Hand, von sogenannten Verkehrskadetten geregelt. Das sei aufwendig und teuer.

Maßnahmen im Überblick: Sensoren, Anzeigen und digitale Verkehrssteuerung

Kern des Projekts ist laut Stadt ein digitales System, das den Verkehr automatisch beobachtet und steuert. Sensoren und Kameras sollen erfassen, wie viele Autos unterwegs sind. Die Daten würden sofort verarbeitet. So könne das System schnell reagieren, so die Stadt.

Geplant sind 28 große LED-Anzeigen an wichtigen Straßen. Sie sollen Autofahrern frühzeitig zeigen, wo noch Parkplätze frei sind. Zusätzlich sind 25 elektronische Verkehrsschilder vorgesehen. Diese können Zufahrten sperren oder den Verkehr umleiten. An besonders kritischen Stellen sollen automatisierte Schranken und Poller eingesetzt werden.

Weniger Stau in Konstanz: Vorteile für Autofahrer, Busse und Rettungsdienste

Das Ziel der Stadt ist klar: weniger Stau, weniger Stress, mehr Übersicht. Wer früh sehe, dass Parkhäuser voll seien, könne rechtzeitig umdrehen. Das entlaste die Innenstadt, so die Stadt. Auch Busse sollen mit Hilfe des neuen Systems schneller durchkommen. Einsatzfahrzeuge profitierten ebenfalls.

Das System soll nicht nur an besonders verkehrsreichen Tagen helfen. Es informiere auch über Baustellen und Veranstaltungen. Die Stadt bekommt zudem bessere Daten über den Verkehr. Das helfe bei zukünftigen Planungen.

Kosten und Zeitplan: Verkehrsprojekt startet frühestens 2028

Das Projekt kostet rund fünf Millionen Euro. Ein Großteil könnte durch Fördermittel bezahlt werden, heißt es. Für die Stadt selbst bleiben etwa 1,5 Millionen Euro übrig. Der Bau könnte Anfang 2028 starten. Die Fertigstellung ist für Ende 2029 geplant.

Bis dahin bleibe das bisherige System bestehen. Auch später könnten an besonders vollen Tagen zusätzliche Maßnahmen nötig sein, so die Stadt. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag.

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Friederike Fiehler
SWR-Redakteurin Friederike Fiehler Autorin Bild

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