Projekt des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie

Große Enttäuschung in Konstanz: ICARUS-Satellit startet doch nicht

Tiere vom Weltraum aus beobachten, das ist das Ziel von ICARUS. Ein Satellit sollte mit einer SpaceX-Rakete in den Orbit abheben, der Start wurde zum fünften Mal verschoben.

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Von Autor/in Viktoria Clausnitzer

Tierwanderungen vom Weltraum aus beobachten, das soll durch das ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space) Projekt möglich werden. Am Mittwochabend sollte eigentlich ein erster Satellit mit einer SpaceX-Rakete in den Orbit starten. Der Start wurde zum fünften Mal verschoben.

Projekt ICARUS soll neu mit eigenen Satelliten starten

Beim Projekt des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Radolfzell am Bodensee tragen Vögel und andere Tiere Mini-Sender, die vom All aus angepeilt werden können. Bereits im Jahr 2020 begann das Projekt mit einer Antenne auf dem russischen Teil der ISS. Nach Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine endete die internationale Kooperation zur Tierbeobachtung. Jetzt soll ICARUS mit eigenen Satelliten starten.

Ein Raunen ging durch den Raum an der Uni Konstanz

Martin Wikelski ist Biologe und Ornithologe. Er leitet das Projekt des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Radolfzell am Bodensee und arbeitet schon seit mehr als 20 Jahren daran, Tiere weltweit beobachten zu können. Für ihn war die Enttäuschung groß, als die Meldung kam, dass der Satellit nicht starten kann.

Es hilft einfach nichts, wir müssen darauf warten, dass alle Systeme auf Go sind und dann geht es hoffentlich los.

Wie geht es weiter mit dem ICARUS-Projekt?

Das ICARUS-Projektteam muss nun auf einen neuen Starttermin durch SpaceX warten. SpaceX ist ein privates US-amerikanisches Raumfahrtunternehmen. Laut Projektleiter Martin Wikelski hängt der nächste neue Startzeitpunkt etwa von Wetterbedingungen und notwendigen Genehmigungen ab. Wann der Start erfolgt, sei derzeit unklar.

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Viktoria Clausnitzer
SWR-Redakteurin Viktoria Clausnitzer Autorin Bild

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