Die Volksbank Konstanz hat mit einer Anzeige Ermittlungen um fragwürdige Immobilienkredite ausgelöst. An diesen Immobilienkrediten soll der Stuttgarter Immobilien-Influencer "Immo Tommy" beteiligt gewesen sein. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen 13 Menschen.
Gegen diese Menschen wird nun wegen des Verdachts des Betrugs, möglicher Untreue und Urkundenfälschung ermittelt. Das bestätigte eine Sprecherin der Behörde auf SWR-Anfrage. Die Volksbank verweist auf eine Mitteilung aus dem März. Demnach hatte die Bank 80 auffällige Immobilienkredite entdeckt. 20 davon mit einem Gesamtvolumen von rund 28 Millionen Euro könnten platzen. Für diesen Fall hat die Volksbank nach eigenen Angaben fünf Millionen Euro zurückgelegt.
Volksbank Konstanz: "kriminelles Netzwerk" um "Immo Tommy" am Werk
Die fragwürdigen Kredite hatte das Bankhaus über einen externen Vermittler vergeben. Der Kreditvermittler sowie weitere Beteiligte des, wie die Bank sagt, "kriminellen Netzwerkes" um den Stuttgarter Immobilien-Influencer "Immo Tommy" hätten gefälschte Eigenkapitalnachweise vorgelegt und falsche Angaben zu den Immobilien gemacht - mit dem Ziel, selbst hohe Provisionen zu kassieren.
Fragwürdige Immobilienkredite "Immo-Tommy"-Netzwerk beteiligt? Volksbank Konstanz fürchtet Millionenschaden
Die Volksbank Konstanz ist in dubiose Immobiliengeschäfte verwickelt. Sie rechnet mit einem erheblichen finanziellen Schaden und hat Strafanzeige erstattet.
Volksbank Konstanz zieht Konsequenzen
Sowohl die Volksbank als auch in einigen Fällen Kunden seien so getäuscht und geschädigt worden. Betroffen seien laut der Volksbank Konstanz ausschließlich Immobilienkredite aus dem sogenannten Vermittlergeschäft. Hierbei übernimmt ein Vermittler die vorgeschriebene Finanzierungsberatung. Das klassische Immobilienkreditgeschäft, bei dem die Volksbank Konstanz selbst berät, sei hingegen nicht betroffen. Das Vermittlungsgeschäft wurde den Angaben nach bis auf weiteres eingestellt.
"Nach Erkenntnissen der Bank war ein kriminelles Netzwerk rund um einen ihr namentlich bekannten Vermittler aktiv", hieß es weiter. Zudem räumte die Bank ein, Mitarbeitende aus ihren Reihen hätten zumindest durch fehlerhaftes Handeln dazu beigetragen, dass für die Volksbank Schäden entstanden seien. In Bezug auf Vertragsdetails verweist die Volksbank auf das Bankgeheimnis.