Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat Anklage gegen einen 19- und einen 23-Jährigen erhoben. Sie sollen gemeinsam mit anderen im August 2025 in eine Bank in Güglingen (Kreis Heilbronn) eingebrochen sein. Der Fall sorgt bis heute für Aufsehen. Denn zum einen ist einer der Angeklagten ein damaliger Mitarbeiter der Bank-Filiale und zum anderen konnte die Beute in Höhe von rund drei Millionen Euro bislang nicht gefunden werden.
Spektakulärer Einbruch: Insiderwissen und Millionen-Beute
Schon einen Tag zuvor sollen sie versucht haben, in die Bank einzubrechen - allerdings erfolglos. Als der Einbruch dann gelang, sollen sie mehrere Schließfächer geplündert haben - Gesamtwert der Beute: über drei Millionen Euro. Trotz intensiver Ermittlungsarbeiten konnte das Diebesgut bislang allerdings nicht gefunden werden, heißt es von der Staatsanwaltschaft.
Schließfächer aufgebrochen und ausgeräumt Bankmitarbeiter im Verdacht: Bande nach Millionendiebstahl in Güglingen festgenommen
Nach einem Millionendiebstahl aus Bankschließfächern in Güglingen hat die Polizei sechs Männer festgenommen. Ein 19-jähriger Bankmitarbeiter soll sein Insiderwissen genutzt haben.
Insgesamt sollen fünf Personen als Bande gemeinsam den Einbruch durchgeführt haben. Der Mitteilung zufolge sind die übrigen Täter weiterhin unbekannt. Der damals 18-jährige Angestellte der Bank soll die Tat erst durch sein Insiderwissen ermöglicht haben. Er wird sich vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einbruchdiebstahls verantworten müssen.
Zweite Anklage: Auch Betrug und Geldfälschung stehen im Raum
Anders als der Ex-Bankmitarbeiter, muss sich demnächst ein 23-Jähriger vor dem Landgericht verantworten. Auch er soll bei dem Einbruch dabei gewesen sein. Ihm wird außerdem Betrug und Geldfälschung vorgeworfen. Während der Ermittlungen kam heraus, dass der Mann auch als sogenannter falscher Polizist Menschen betrogen haben soll. Bei einer Durchsuchung wurde zudem Falschgeld gefunden.
Bank und Opfer haben sich geeinigt
Die Bank hat sich nach eigener Aussage mit den Opfern geeinigt. Wie genau diese Einigung aussieht, konnte eine Sprecherin am späten Mittwochnachmittag nicht beantworten. Damals ging es um Entschädigungen. Wann die Prozesse starten werden, ist noch nicht bekannt.