Zu Fuß einfach mal kurz über die Bahngleise laufen - das kann lebensgefährlich sein. Darauf weist die Bundespolizei hin, nachdem am Bahnhof Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) wiederholt Menschen dabei beobachtet wurden. Besonders häufig nutzen Passantinnen und Passanten den Gleisbereich zwischen dem Stadtgebiet (Rewe-Markt) und dem Bahnsteig 1, heißt es. Ein Polizeisprecher berichtet auf SWR-Anfrage von einem "Trampelpfad". Drei Gleise müssen dabei überquert werden. Allein am Donnerstag registrierte die Bundespolizei innerhalb von nur 60 Minuten acht Menschen, die diese riskante Abkürzung wählten.
Züge nähern sich oft lautlos
Laut Bundespolizei gibt es vor Ort sichtbare Verbotsschilder. Ein Aufenthalt im Gleisbereich sei lebensgefährlich, so ein Sprecher. Züge näherten sich nahezu lautlos und könnten je nach Windrichtung erst spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer Notbremsung könne der Bremsweg eines 100 Stundenkilometer schnellen Zuges bis zu 1.000 Meter betragen. Die Polizei appelliert daher, Bahngleise nur an vorgesehenen Stellen wie Brücken oder Unterführungen zu überqueren.
Unterführung für Fußgänger in Planung
Um das Problem zu lösen, gab es jetzt ein Treffen zwischen der Bundespolizei, der Stadt Crailsheim und Vertretern der Deutschen Bahn. Die DB Sicherheit kündigte dabei an, ihre Präsenz am Bahnhof Crailsheim deutlich zu verstärken. Zudem plant die Stadt eine Verlängerung der bestehenden Fußgängerunterführung bis zur Seite des Supermarktes. Allerdings werde die Fertigstellung frühestens 2029 erwartet.