Datensicherheit und Arbeitsleistung zentrale Themen bei Wahlkampfauftritt

Bad Rappenau: Kanzler Merz kritisiert hohen Krankenstand

Bei einem Wahlkampfauftritt in Bad Rappenau hat Bundeskanzler Merz die Bedeutung digitaler Souveränität unterstrichen. Außerdem stellte er die telefonische Krankschreibung infrage.

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Vor rund 1.300 Besucherinnen und Besuchern nannte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) das Thema Datensicherheit als zentralen Punkt für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit. In seiner Rede am Freitag in Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) hob er besonders die Bestrebungen der Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm (Kreis Heilbronn) hervor, die massiv in den Bau eigener Rechenzentren investiert.

"Das ist die Zukunft": Lob für Schwarz-Gruppe und IPAI

Mit Blick auf die Investitionen der Schwarz-Gruppe in Rechenzentren sagte Merz: "Das ist die Zukunft". Es sei entscheidend, vorhandene Daten konsequent selbst auszuwerten, anstatt sie in Clouds in den USA oder China auszulagern.

In diesem Zusammenhang erinnerte Merz auch an den Spatenstich für den Innovationspark für Künstliche Intelligenz IPAI in Heilbronn, an dem er vor einigen Monaten teilnahm. Der IPAI soll zum größten Zentrum für Künstliche Intelligenz in Europa heranwachsen und die Region als globalen Tech-Standort etablieren.

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Kritik an telefonischer Krankschreibung in Deutschland

Kanzler Merz stellte infrage, dass Arbeitnehmer laut eigener Aussage in Deutschland im Schnitt 14,5 Tage krank seien. "Ist das wirklich richtig? Ist das wirklich notwendig?", so Merz über die Zeitspanne.

Er machte für den hohen Krankenstand die telefonische Krankschreibung verantwortlich. "Während der Coronazeit begründet richtig, heute immer noch?", fragte der Kanzler. Man müsse Anreize schaffen, dass die Menschen ihrer Beschäftigung nachgingen.

Konzentration auf Leistung statt auf Work-Life-Balance

"Hier sind hunderte Menschen, die jeden Tag Außergewöhnliches leisten", sagte der Kanzler zu den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung. Doch die volkswirtschaftliche Leistung sei nicht genug. Er rief die Menschen in Deutschland zu mehr Leistung auf.

Deutschland sei das Land mit den wenigsten Arbeitsstunden. Ein Land, das sich mehr mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche beschäftige als mit Wettbewerbsfähigkeit, könne seinen Wohlstand nicht erhalten.

Unterstützung für Hagel und Preusch

Mit seinem Auftritt in Bad Rappenau wollte Friedrich Merz vor allem den CDU-Spitzenkandidaten für die baden-württembergische Landtagswahl Manuel Hagel stärken, sowie den örtlichen CDU-Landtagsabgeordneten Michael Preusch.

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SWR

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