Ab dem 1. Januar 2026

Niedrigere Mehrwertsteuer für Gastro: "Schnitzel wird nicht billiger, aber auch nicht teurer"

Für die Gastronomie sinkt die Mehrwertsteuer ab dem neuen Jahr. Womit Besucher dann jedoch nicht rechnen sollten: dass der Preis im Restaurant ebenfalls sinkt.

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Stand

Beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Heilbronn und im Main-Tauber-Kreis ist die Freude groß, dass ab Januar die Mehrwertsteuer in der Gastronomie von 19 auf sieben Prozent gesenkt wird. Auch die Besucherinnen und Besucher im Restaurant sollen davon profitieren - zumindest indirekt.

Niedrigere Mehrwertsteuer: Besucher sollten nicht vorschnell auf sinkende Preise hoffen

Dass die Preise ab Januar um zwölf Prozent sinken, das wolle er nicht versprechen, sagt Frank Bundschu, 1. Vorsitzender von der DEHOGA Main-Tauber-Kreis. Aber die Preise würden sicher auch nicht so steigen, wie sie es ohne die Senkung der Mehrwertsteuer müssten. Davon würden die Verbraucher letztlich ja auch etwas haben.

Andrea Degenhart, Geschäftsführerin der DEHOGA Heilbronn, nennt die Senkung der Mehrwertsteuer den größten Erfolg des Verbands seit Jahren. Jetzt könnten die Betriebe besser mit dem aktuellen Kostendruck aus Personal- und Energiekosten sowie gestiegenen Lebensmittelpreisen umgehen. Was davon jetzt jedoch beim Verbraucher ankommt, da hält sie sich noch zurück. Sie betont aber: Gästebindung ist für die Gastronomen sehr wichtig.

Wie die Preise weitergegeben werden, hängt vom Betrieb ab

Ob Essen gehen günstiger wird, hängt vom jeweiligen Betrieb ab. Bundschu nennt zwei Möglichkeiten: Entweder hat ein Gastronom bereits das Jahr über die Preise angepasst und entsprechend erhöht. Dann gäbe es ab Januar etwas Puffer, um sie wieder etwas zu senken. Wenn auch sehr wahrscheinlich nicht um die vollen zwölf Prozent.

Wenn Betriebe dagegen auf Preissteigerungen verzichtet und darauf gewartet haben, ob es mit der Senkung der Mehrwertsteuer auch tatsächlich was wird, dann werden jetzt erst einmal die gestiegenen Kosten ausgeglichen werden müssen. Heißt für den Gast: Am Preis ändert sich (voraussichtlich) nichts.

Lohnerhöhungen, neue Investitionen: Mehr Spielraum für Gastronomen

Unterm Strich erwartet Bundschu, dass die Preise jetzt erst einmal langfristig stabil bleiben können. Betriebe hätten jetzt wieder die Möglichkeit, Investitionen zu tätigen. Auch Lohnerhöhungen für das Personal seien jetzt eher möglich.

Dieser Schritt soll allen helfen: Nicht nur den Gastronomen, sondern auch den Mitarbeitern, auch den Lieferanten und zum Schluss natürlich auch den Kunden.

Alle Probleme werde die Mehrwertsteuersenkung nicht lösen, ist sich Bundschu sicher. Der Kostendruck ist nach wie vor hoch, aber zumindest der ein oder andere Gastronom könnte es sich anders überlegen und sein Lokal doch nicht schließen.

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