Es wirkte ein wenig wie die "unendliche Geschichte" von der A6. Seit Ende März steckt da ein Schwertransport aus Rumänien fest - erst bei Crailsheim, dann bei Kirchberg (beide Kreis Schwäbisch Hall). Lange war unklar, wann und wie es damit weiter geht. Jetzt heißt es: Ende Juni soll der Lkw weiterfahren. Das sagt zumindest der Hausmeister des Autohofs, auf dem der Transport zuletzt gestrandet ist. Der ist dort nämlich für den Parkplatz zuständig.
Schwertransport soll weiterfahren: Sperrungen zu erwarten
Dann soll der Schwertransport, mit einer riesigen Alu-Presse als Ladung, auf seine hoffentlich "letzte Reise" gehen. Aktuell steht der Lkw samt Hänger mit einer Wegfahrsperre der Polizei auf dem Autohof Kirchberg an der Jagst an der A6. Die Polizei will diese hoffentlich "letzte Reise" auch eng begleiten, denn ohne Sperrungen wird das wohl nicht funktionieren. Details stehen da aber noch aus.
Autohofkasse klingelt dank festeckendem Schwertransport
Dass der Schwertransport seit Ende April schon auf dem privaten Autohof gestrandet ist, dürfte die Betreiber aber eher freuen als ärgern. Wie der Hausmeister dem SWR bestätigte, kostet eine Nacht auf dem Rasthof 20 Euro. Ein Teil davon kann als Shopguthaben verwendet werden, das wird vom Schwertransport aber nicht genutzt. Nach Adam Riese könnten das also um die 1.200 Euro sein, die der Autohof alleine durch diesen Schwertransport eingenommen hat. Dazu gibt es dort 160 Lkw-Stellplätze, somit blockiert der Laster auch nichts.
Die "Odyssee": Keine fünf Kilometer weit gekommen
Los ging die Reise in Rumänien. Der erste Stopp musste dann vor einer Brücke eingelegt werden, unter der der Lkw nicht durch kam - die Presse ist immerhin 4,6 Meter hoch und breit. Dann kam heraus: Der Schwertransport hatte auch gar nicht die notwendige Genehmigung. Er musste rückwärts zum Rastplatz Reußenberg (Kreis Schwäbisch Hall) fahren. Schon dafür musste die A6 fast eine ganze Nacht lang gesperrt werden.
Mit neuer Genehmigung ging es dann Ende April weiter. Allerdings hielt der Schwertransport die vorgegebene Route nicht ein. Also war wieder Schluss. Er musste abermals rückwärts zum nächsten Parkplatz, diesmal auf dem Rasthof Kirchberg, keine fünf Kilometer Luftlinie von Reußenberg entfernt. Und da steht er seitdem und wartet - wie jetzt bekannt wurde - auf den 27. Juni.
Die Presse soll übrigens nach Frankreich geliefert werden. Welche Auswirkungen die dann rund dreimonatige Zwangspause für den unbekannten Empfänger sowie den Lieferanten hat, ist allerdings nicht bekannt.