- Wetterexperte sagt am Mittwoch 40 Grad voraus
- DWD warnt: Vor Hitze schützen und viel trinken
- Waldbrandgefahr: Städtische Grillplätze in Crailsheim geschlossen
- Kreis Ludwigsburg ruft Hitzewarnstufe 1 aus
- Wasserentnahmeverbot im Kreis Esslingen
Eine Hitzewelle hat Baden-Württemberg erfasst: Am Sonntag war es bis zu 35 Grad heiß. Bereits der Samstag war heiß und die Sonne brannte vom Himmel.
Wetterexperte sagt 40 Grad für kommende Woche voraus
Und die Hitzebelastung soll noch zunehmen: In Stuttgart erwartet SWR-Wetterexperte Sven Plöger kommenden Mittwoch sogar Temperaturen von 39, vielleicht sogar 40 Grad. Erst am Donnerstag soll die Hitze etwas nachlassen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt in Teilen Deutschlands vor den Temperaturen: Die amtliche Warnung betrifft auch Regionen in Baden-Württemberg:
Deutscher Wetterdienst Unwetterwarnung für Baden-Württemberg
In Teilen Baden-Württembergs kann es zu Unwettern kommen. Der Deutsche Wetterdienst informiert laufend.
DWD: Vor Hitze in Acht nehmen und viel trinken
Bei aller Sommerseligkeit solle man nicht vergessen, sich vor der Hitze in Acht zu nehmen. "Nicht stundenlang in der Sonne verweilen, nicht ins Wasser springen, sondern langsam reingehen und viel trinken", sagte ein Experte des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor den Temperaturunterschieden beim Baden. Denn wer nach dem Sonnenbaden ohne Abkühlung ins kalte Wasser springt, riskiert einen Kreislaufschock. Besonders an Baggerseen sei Vorsicht geboten: Dort könne es hinter flachen Uferzonen plötzlich mehrere Meter in die Tiefe gehen, "wo das Wasser plötzlich vielleicht nur noch 7 Grad hat". Das belaste den Kreislauf stark und könne zu Krämpfen oder im schlimmsten Fall zu einem Kreislaufkollaps führen.
Gefahrenstufe vier von fünf Waldbrandgefahr in BW: Strenges Grill- und Rauchverbot im Kreis Karlsruhe
Laut Deutschem Wetterdienst besteht in vielen Regionen in BW die zweithöchste Warnstufe für Waldbrandgefahr. Der Kreis Karlsruhe und der Rhein-Neckar-Kreis treffen erste Maßnahmen.
Städtische Grillplätze in Crailsheim geschlossen
Wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr hat die Stadt Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) alle städtischen Grillplätze geschlossen und dazu Verbotsschilder aufgestellt. Laut dem DWD liegt der Waldbrandgefahrindex in Crailsheim derzeit dauerhaft bei hoch bis sehr hoch. Erst wenn der Waldbrandgefahrindex wieder dauerhaft sinkt, wird die Nutzung wieder möglich sein, so die Stadt. Im Landkreis Heilbronn wird die Waldbrandgefahr derzeit auf Stufe 3, also "mittlere Gefahr", eingestuft. Laut Landratsamt seien die Waldböden in der Tiefe noch feucht und die Vegetation noch überwiegend frisch grün. Grillen ist deshalb derzeit an den öffentlich eingerichteten und genehmigten Grillstellen noch zulässig. Auch im Hohenlohekreis ist laut Landratsamt bisher noch nicht geplant, Feuer und Grillstellen im Wald zu sperren.
Auch in Aalen (Ostalbkreis) sind ab Sonntag alle öffentlichen Grillstellen gesperrt. Dies betrifft unter anderem die Grillstellen am Naturfreundehaus Braunenberg sowie am Ostalbskilift und am Aalbäumle. Das Verbot gilt so lange, wie die Waldbrand-warnstufe 4 gilt. Auch in Ulm und im Alb-Donau-Kreis hatten die Behörden bereits dazu aufgerufen, auf Grillfeuer in Waldnähe zu verzichten.
Wie hoch die aktuelle Waldbrand-Gefahr in Ihrer Region ist, können Sie dieser Karte entnehmen:
Landkreis Ludwigsburg ruft Hitzewarnstufe 1 aus
Angesichts der Temperaturen in den kommenden Tagen hat der Kreis Ludwigsburg die Hitzewarnstufe 1 ausgerufen. Über das Gesundheitsamt wurden alle Städte und Gemeinden des Landkreises Ludwigsburg sowie zum Beispiel Pflegeeinrichtungen, Schulen, Arztpraxen und Apotheken über die anstehende Hitze informiert - und auf Maßnahmenpläne hingewiesen. Den Einwohnerinnen und Einwohnern des Landkreises empfiehlt das Landratsamt etwa die Mittagssonne zu meiden, sich mit Sonnencreme einzucremen und das Einkaufen gehen oder den Sport in die Morgen- oder Abendstunden zu erledigen.
Wasserentnahmeverbot im Kreis Esslingen
Zu wenig Niederschläge, konstant hohe Temperaturen - der Wasserstand in den Gewässern im Kreis Esslingen ist inzwischen unter das sogenannte mittlere Niedrigwasser gefallen. Das teilte das Landratsamt mit. Deshalb dürfe kein Wasser mehr aus sogenannten Oberflächengewässern entnommen werden. Auch weil Fische, kleinere Lebewesen und Pflanzen unter den niedrigen Wasserständen leiden. Im Kreis Böblingen gilt bereits seit 1. Juni ein Wasserentnahmeverbot. Nur an der genehmigten Stelle in Herrenberg gelte eine Ausnahme, heißt es vom Landratsamt. Im Kreis Göppingen gilt zwar kein Verbot, das Landratsamt appelliert aber an die Bürger, kein Wasser zu entnehmen.
Auch in einigen Landkreisen in der Region Bodensee-Oberschwaben ist es derzeit verboten, Wasser aus Gewässern zu entnehmen. Das Wasserentnahmeverbot betrifft derzeit Bäche, Flüsse, Weiher und Seen in den Kreisen Biberach und Ravensburg sowie dem Bodenseekreis. Es darf demnach kein Wasser mehr für den Eigengebrauch gepumpt werden. Lediglich das Schöpfen von Wasser in kleineren Gefäßen sei erlaubt, teilt das Landratsamt Biberach mit. Wer sich an das Verbot nicht hält, dem droht im Kreis Biberach ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro, im Bodenseekreis und Kreis Ravensburg ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Laut dem Kreis Ravensburg sollen durch das Entnahmeverbot nicht nur größere Gewässer, sondern vor allem auch kleinere Bäche geschont werden. In allen drei Landkreisen gilt das Wasserentnahmeverbot vorerst bis Mitte Juli. In den Landkreisen Konstanz und Sigmaringen gibt es bisher kein Wasserentnahmeverbot.