Das Modehaus Hugo Boss mit Sitz in Metzingen (Kreis Reutlingen) hat neue Zahlen vorgelegt: Im zweiten Quartal konnte es seinen Umsatz leicht steigern, um rund ein Prozent auf eine Milliarde Euro. Einen deutlicheren Anstieg gab es beim operativen Gewinn, dort ging es um 15 Prozent hoch auf 81 Millionen Euro. Vor allem im digitalen Bereich, also beim Online-Shopping, habe es einen deutlichen Zuwachs gegeben, erklärte Konzernchef Daniel Grieder
Hugo Boss: Erfolgreiche Kampagne mit David Beckham
Ein weiterer Grund für die guten Zahlen im zweiten Quartal sei aber auch eine neue Kampage mit dem englischen Ex-Fußballer David Beckham, so der Konzern. Ende April feierte die Menswear-Linie "Beckham x Boss" ihre Premiere. Der Fußballstar (unter anderem Manchester United und Real Madrid) und Ehemann von Modedesignerin Victoria Beckham war vor allem in den Neunziger- und frühen Zweitausenderjahren bekannt für seine ausgefallenen Looks und Outfits - davon sei die Kollektion auch inspiriert worden, so Hugo Boss.
Hugo Boss rechnet weiter mit schwierigen Zeiten
Trotzdem hält der Modekonzern an seiner eher zurückhaltenden Prognose für das Gesamtjahr fest: Erwartet wird ein stabiler Umsatz bei einer Gewinnsteigerung von 5 bis 22 Prozent. Kosten sparen und den Profit steigern sind weiterhin die Kernthemen von Boss-Chef Daniel Grieder. Während das Asiengeschäft weiterhin schwächelt, verbesserten sich die Umsätze im zweiten Quartal in Europa und in den USA.
Unternehmen aus Metzingen reagiert auf Ukraine-Krieg Modekonzern Hugo Boss trennt sich von Russland-Geschäft
Hugo Boss trennt sich von seinem Russland-Geschäft. Wie das Unternehmen auf SWR-Nachfrage bestätigte, hat der Metzinger Modekonzern seine russische Tochtergesellschaft verkauft.
Weiterhin Belastungen durch Zölle
Mit einem Umsatzanteil von rund 15 Prozent sind die USA ein wichtiger Markt für Hugo Boss. Trotz der neuen Zölle für die EU blickt das Unternehmen aber weiterhin positiv auf das USA-Geschäft. Viel mehr belasten den Konzern Zölle, welche die USA für die Türkei planen - denn der Großteil der Produktion von Hugo Boss stammt aus dem Land.
Letztendlich trifft uns eher die zuletzt angekündigte Erhöhung der Zölle für Einfuhren aus der Türkei von 10 Prozent auf 15 Prozent. In Summe können wir diese abfedern und sind vorbereitet. Es bleibt herausfordernd, aber wir sind zufrieden.
Für die neue Frühlingskampagne 2026, die Ende des Jahres herauskommt, hat Hugo Boss bereits eine Preiserhöhung angekündigt.