Modekonzern aus Metzingen stellt Quartalszahlen vor

Hugo Boss: Deutlicher Gewinn - auch dank David Beckham

Hugo Boss hat im zweiten Quartal deutlich mehr Gewinn gemacht. Das liegt unter anderem an einem Ex-Fußballspieler, sagt der Modekonzern aus Metzingen.

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Von Autor/in Petra Thiele

Das Modehaus Hugo Boss mit Sitz in Metzingen (Kreis Reutlingen) hat neue Zahlen vorgelegt: Im zweiten Quartal konnte es seinen Umsatz leicht steigern, um rund ein Prozent auf eine Milliarde Euro. Einen deutlicheren Anstieg gab es beim operativen Gewinn, dort ging es um 15 Prozent hoch auf 81 Millionen Euro. Vor allem im digitalen Bereich, also beim Online-Shopping, habe es einen deutlichen Zuwachs gegeben, erklärte Konzernchef Daniel Grieder

Hugo Boss: Erfolgreiche Kampagne mit David Beckham

Ein weiterer Grund für die guten Zahlen im zweiten Quartal sei aber auch eine neue Kampage mit dem englischen Ex-Fußballer David Beckham, so der Konzern. Ende April feierte die Menswear-Linie "Beckham x Boss" ihre Premiere. Der Fußballstar (unter anderem Manchester United und Real Madrid) und Ehemann von Modedesignerin Victoria Beckham war vor allem in den Neunziger- und frühen Zweitausenderjahren bekannt für seine ausgefallenen Looks und Outfits - davon sei die Kollektion auch inspiriert worden, so Hugo Boss.

David Beckham sitzt in einem Shirt von Hugo Boss an einem Pool.
Die Kampagne mit David Beckham hat Hugo Boss neuen Aufschwung gegeben. Hugo Boss-Pressestelle

Hugo Boss rechnet weiter mit schwierigen Zeiten

Trotzdem hält der Modekonzern an seiner eher zurückhaltenden Prognose für das Gesamtjahr fest: Erwartet wird ein stabiler Umsatz bei einer Gewinnsteigerung von 5 bis 22 Prozent. Kosten sparen und den Profit steigern sind weiterhin die Kernthemen von Boss-Chef Daniel Grieder. Während das Asiengeschäft weiterhin schwächelt, verbesserten sich die Umsätze im zweiten Quartal in Europa und in den USA.

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Weiterhin Belastungen durch Zölle

Mit einem Umsatzanteil von rund 15 Prozent sind die USA ein wichtiger Markt für Hugo Boss. Trotz der neuen Zölle für die EU blickt das Unternehmen aber weiterhin positiv auf das USA-Geschäft. Viel mehr belasten den Konzern Zölle, welche die USA für die Türkei planen - denn der Großteil der Produktion von Hugo Boss stammt aus dem Land.

Letztendlich trifft uns eher die zuletzt angekündigte Erhöhung der Zölle für Einfuhren aus der Türkei von 10 Prozent auf 15 Prozent. In Summe können wir diese abfedern und sind vorbereitet. Es bleibt herausfordernd, aber wir sind zufrieden.

Für die neue Frühlingskampagne 2026, die Ende des Jahres herauskommt, hat Hugo Boss bereits eine Preiserhöhung angekündigt.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Petra Thiele
SWR-Wirtschaftsredakteurin Petra Thiele
Onlinefassung
Jenny Beyen

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