Die Hundstage beginnen am 23. Juli und enden am 23. August. "Vor allem am Anfang der Hundstage ist häufig die heißeste Zeit des Jahres", sagt SWR-Wetterexperte Hartmut Mühlbauer. Ihren Ursprung haben sie laut Markus Pössel, Leiter des Hauses der Astronomie in Heidelberg, bereits im alten Ägypten. Wenn damals der Hundsstern Sirius - ein sehr heller Stern im Sternbild des großen Hundes - erstmals am Morgenhimmel sichtbar war, sagte dies die Nilflut vorher. Die sei für die Ernte wichtig gewesen. Der Name habe sich seither gehalten.
Obwohl die Hundstage erst Ende Juli beginnen, konnte man den Aufgang des hellsten Sterns Sirius bereits Anfang Juli beobachten. Dass der Aufgang des Sterns früher mit den heißesten Tagen, meist Ende Juli, zusammenfiel und heute schon Anfang Juli zu sehen ist, liege an der sogenannten Präzession der Erdachse, erklärt Pössel. Also am Taumeln der Erdachse. "Bei einem Spielzeugkreisel zeigt die Achse auch nicht immer in dieselbe Richtung, sondern taumelt ein wenig", so Pössel weiter. Ähnlich sei es auch mit der Erde, nur viel langsamer.
Wetter in Baden-Württemberg Hitzewelle im Anmarsch: Es wird wieder bis zu 36 Grad heiß
BW steht vor einer neuen Hitzeperiode: Meteorologen erwarten für das Wochenende viel Sonne und am Oberrhein bis zu 36 Grad. Mit tropischen Nächten ist aber nicht zu rechnen.
Bauernregeln zu den Hundstagen
Rund um die Hundstage gibt es Bauernregeln. "Sind die Hundstage voll Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein", heißt es beispielsweise. Diese Bauernregel hält Hartmut Mühlbauer, obwohl sie vor mehreren hundert Jahren aufgestellt wurde, für durchaus berechtigt. Denn zum Beispiel Getreide und einige Obstsorten, die in den Spätsommer hineinreifen, brauchen erst viel Wasser und zum Schluss noch mal viel Sonne.
Hitzewellen auch außerhalb der Hundstage
Hitzeperioden gibt es nicht nur in der Zeit von Ende Juli bis Ende August. Aber in dieser Zeit am häufigsten, weil da die Atmosphäre am stärksten aufgeheizt ist. Allerdings gab es die erste Hitzewelle dieses Jahr schon Ende Juni. In Waghäusel-Kirrlach (Kreis Karlsruhe) wurde dabei beispielsweise eine Temperatur von 40,6 Grad gemessen. Deutschlandweit wurde in Neißemünde (Kreis Oder-Spree) in Brandenburg die höchste jemals gemessene Temperatur - 41,7 Grad - gemessen.