Weil 5.200 Betonschwellen ausgetauscht werden müssen, kommt es auf der Bahnstrecke zwischen dem Karlsruher Hauptbahnhof und dem Bahnhof Durlach vom 25. September bis 11. Oktober zu Streckensperrungen. Betroffen sind vor allem Bahnreisende von und nach Pforzheim. Aber auch Züge nach Stuttgart müssen umgeleitet werden.
Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart: Fahrplanänderungen im Nahverkehr
Der Regionalexpress RE1 von Karlsruhe nach Stuttgart wird in der Bauzeit über Bruchsal umgeleitet. Der MEX 17 nach Bietigheim-Bissingen beginnt und endet in Pforzheim. Die Züge der S-Bahn Linien S5/S51 fahren weiter. Außerdem soll es laut Bahn einen Busersatzverkehr geben.
Weitere Regionalverbindungen sind betroffen
Zu Unregelmäßigkeiten kommt es nach Angaben der Bahn auch auf der Linie S31/32. Ein Großteil der Züge aus dem nördlichen Landkreis Karlsruhe wird in Bruchsal enden. Nur einzelne Bahnen fahren weiter nach Karlsruhe. Zusätzlich beginnt und endet der RE 45 nicht am Karlsruher Hauptbahnhof, sondern in Karlsruhe-Durlach.
Weniger Bahnen, längere Wartezeiten Ohne Alternative? Sparpaket für Nahverkehr in Karlsruhe soll kommen
Karlsruhe muss bei den Finanzen hart durchgreifen. Die Verkehrsbetriebe beraten am 23. Juli ein im vergangenen Jahr bekannt gewordenes Sparkonzept. Der Gemeinderat entscheidet im Herbst.
Wegen Bauarbeiten bei Karlsruhe: Änderungen im Fernverkehr
Die Bauarbeiten betreffen auch den Fernverkehr. Der IC der Linie 61 von und nach Stuttgart wird zwischen Karlsruhe und Vaihingen (Enz) über Bruchsal umgeleitet. Halte in Mühlacker und Pforzheim entfallen. Auf der ICE-Linie 26 entfallen zudem Halte am Heidelberger Hauptbahnhof, in Wiesloch-Walldorf und Bruchsal. Der IC-55 verkehrt ab Mannheim mit Umleitung über Graben-Neudorf nach Karlsruhe.
Die Bahn empfiehlt Reisenden vor Antritt ihrer Fahrt unbedingt einen Blick auf die Homepage der Bahn oder des privaten Betreibers Arverio. Die DB rät, jede einzelne Verbindung zu überprüfen.
Bauarbeiten als Teil eines bundesweiten Inspektionsprogramms
Die Bauarbeiten zwischen Karlsruhe und Durlach finden im Rahmen eines bundesweiten Inspektions- und Austauschprogramms statt. Die Maßnahme wurde als Reaktion auf ein Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen im Juni 2022 ins Leben gerufen. Als Unfallursache waren damals schadhafte Betonschwellen ermittelt worden.