Normalbetrieb der Strecke bald möglich?

Hermann-Hesse-Bahn: Fledermäuse nutzen neue Quartiere entlang der Strecke

Die Vergrämungsaktion der Fledermäuse an den Tunneln der Hermann-Hesse-Bahn funktioniert laut NABU zuverlässig. Die Bahn könnte ab Mitte Juni ihren Normalbetrieb aufnehmen.

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Von Autor/in Annika Jost, Markus Bender

Seit Anfang Februar ist die Strecke Hermann-Hesse-Bahn zwischen Calw und Weil der Stadt (Kreis Böblingen) nach jahrelangen Bauarbeiten freigegeben. Zu Beginn mussten die Züge noch mit verminderter Geschwindigkeit durch die alten Tunnel der Bahnstrecke fahren. Grund war, dass sich offensichtlich nicht alle Fledermäuse von der Vergrämungstechnik an den Tunneleingängen abhalten ließen und trotzdem in den Bahntunnel flogen. Das Problem scheint laut Naturschutzbund (NABU) jetzt behoben zu sein.

Fledermäuse nehmen alternative Flächen gut an

Für die Inbetriebnahme der Strecke mussten unter anderem Ausgleichsflächen geschaffen werden. Laut Naturschutzbund haben die Fledermäuse bereits einige von ihnen angenommen. Dennoch brauche es Zeit, weil die Tiere die neuen Quartiere erst entdecken müssten.

"Sicher ist, dass so Maßnahmen wie die Waldweide sich direkt positiv auf die Fledermauspopulation auswirken, da hier das Nahrungsangebot für Fledermäuse verbessert wird", sagt Johannes Enssle, NABU-Landesvorsitzender. "Sofort wirksam sind auch die umgesetzten Maßnahmen, die dazu beigetragen haben bereits bestehende Quartiere zu sichern und zu verbessern."

Der Schutz der Fledermäuse hatte zuvor die Inbetriebnahme der Strecke deutlich verzögert. Grund waren vom Aussterben bedrohte Fledermausarten, die in den alten Bahntunneln ihr zu Hause hatten.

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Aus Sicht des Naturschutzbundes kann die Hermann-Hesse-Bahn ab Mitte Juni ihren Normalbetrieb aufnehmen.

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Annika Jost
SWR-Reporterin Annika Jost
Markus Bender
Markus Bender, SWR

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