Viel Diskussionsspielraum gibt es aus meiner Sicht bei diesem Thema nicht. Der Kunde ist König, heißt es doch überall so schön. Wenn also jemand ein Flugticket kauft und damit auch die Flughafensteuern bezahlt und dann auch noch überpünktlich am Flughafen erscheint, dann hat er ja wohl auch das Recht, einen guten Service zu erwarten.
Regierungspräsidium sucht nach Lösungen Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden: Über 100 Passagiere blieben wieder am Boden
Erneut haben Passagiere am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ihren Flieger verpasst. Das Regierungspräsidium Stuttgart spricht von 119 Betroffenen.
Statt Diskussionen: Lösungen!
Es ist eine Blamage, dass es das Regierungspräsidium Stuttgart nicht hinbekommt, gemeinsam mit dem verantwortlichen Dienstleister ausreichend Personal für die Flugsicherheitskontrollen bereitzustellen. Innerhalb der letzten Woche blieben 119 Passagiere am Flughafen stehen.
Sogar ein eigenes Wort hat das Regierungspräsidium dafür: "Stehenbleiber". Statt blumiger Worte sollten sich die Behörden aber lieber um die Lösung des Problems kümmern. Bloß weil zwei Mitarbeiter der Flugsicherheitskontrollen plötzlich Husten haben und sich krankmelden, liegt der halbe Flughafen lahm.
Passagiere sind nur bedingt in der Verantwortung
Aber doch - Moment! Eine Lösung bringen manche Reiseveranstalter in die Diskussion: Statt zwei Stunden vorher sollen die Fluggäste einfach drei Stunden vor Abflug am Airport auftauchen. Ein absurder Vorschlag, wie ich finde, denn die meisten Passagiere stehen dann manchmal länger in zugigen Flughafenfluren herum, als der gesamte Flug in den Urlaub dauert. Das Regierungspräsidium sagt trotz der Vorfälle, man sei für die Hauptreisezeit gut gerüstet. Ich habe daran erhebliche Zweifel.