Bis Ende des Jahres soll der Aussichtsturm "Hohe Warte" in Pforzheim stufenweise abgebaut werden. Das hat die Stadtverwaltung am Mittwochabend mitgeteilt. Der Aussichtsturm im Stadtteil Hohenwart ist seit November vergangenen Jahres nach dem Suizid dreier Mädchen für Besucherinnen und Besucher gesperrt.
Erhebliche Schäden am Turm machen Reparatur unmöglich
Ein kürzlich vorgestelltes Gutachten ergab laut Stadt erhebliche Schäden an der Holzkonstruktion des 36 Meter hohen Turms sowie eine stark beeinträchtigte Standsicherheit des Bauwerks. Die Ergebnisse hatten laut Stadt deutlich gemacht, dass eine einfache Reparatur nicht möglich ist, weil wesentliche Tragelemente des Turms betroffen sind. Als Konsequenz daraus will sie die "Hohe Warte" stufenweise rückbauen lassen.
Pforzheim: Abbau der "Hohe Warte" noch vor dem Winter
Pforzheims Baubürgermeister Tobias Volle (parteilos) betonte in einer Mitteilung, dass die Anordnung trotz der kurzen Vorlaufzeit dringend notwendig sei. Vor allem auch im Hinblick auf die unkalkulierbare Wetterlage mit Starkwinden im Herbst habe man sich für einen zeitnahen vorläufigen Rückbau des Turms noch vor dem Winter entschieden.
Für uns hat die Sicherheit der Menschen oberste Priorität.
Zäune sollen demnächst um den Turm aufgestellt werden
Für die Vorbereitung wird um den Turm eine Sicherheitsabsperrung im Radius von 25 Metern eingerichtet. Die Zäune für die Baustelle sollen bereits in den kommenden Tagen aufgestellt werden, da für den geplanten Abbau ein größerer Kranwagen benötigt wird. Nach dem Rückbau sollen die Turmteile im abgesperrten Bereich gelagert und anschließend von Expertinnen und Experten untersucht werden.