Karlsruhe kann wegen der klammen Stadtkasse keine kostenlosen Hundekotbeutel mehr anbieten. Solange der aktuelle Doppelhaushalt für die Jahre 2026/27 nicht vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt ist, können laut Stadt keine neuen Beutel mehr bestellt werden.
Vorerst keine kostenlosen Hundekotbeutel mehr in Karlsruhe
Bis zur Genehmigung des Haushalts für dieses Jahr darf die Stadt nur Geld für das Notwendigste ausgeben. Das sind beispielsweise Leistungen, zu denen die Stadt rechtlich verpflichtet ist oder Aufgaben, die unaufschiebbar sind. Die kostenlosen Hundekotbeutel gehören nicht dazu. Auf SWR-Nachfrage bestätigt das Regierungspräsidium Karlsruhe, dass die Prüfung des Haushalts noch nicht abgeschlossen sei.
Hundebesitzer müssen sich um Kot ihrer Tiere kümmern
In Karlsruhe müssen Hundebesitzer sich nun - wie in anderen Kommunen auch - selbst um die Beutel für die Hinterlassenschaften ihrer Tiere kümmern. Zuletzt standen die Hundekotbeutel auch in Reutlingen und Baden-Baden auf der Streichliste. Der Ausgabestopp in Karlsruhe sei kein Freibrief beim Gassigehen, heißt es vom Gartenbauamt.
Bislang hatte die Stadt die Beutel kostenlos zur Verfügung gestellt und damit Kosten von jährlich 25.000 Euro in Kauf genommen. Trotz massiver Finanznot hatte der Gemeinderat das Streichen der kostenlosen Hundekotbeutel zum wiederholten Mal abgelehnt - zuletzt in der Haushaltsdebatte im Dezember 2025. Hundebesitzer kritisieren die Maßnahme und machen darauf aufmerksam, dass die Hundesteuer kürzlich von 132 auf 144 Euro pro Hund erhöht wurde.
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